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Ist dies einmalig, dass mit einem Wort so viel gesagt wird wie mit HUMAN? Eigentlich ist es ein modernes Wort. Als Fremdwort wird es schon lange in vielen Sprachen gebraucht. In der neueren Zeit wurde aus dem Fremdwort weltweit ein sehr beliebtes Wort, in dem ein großer Reichtum ist: menschenfreundlich, gut, hilfreich, gebildet, rührend, bewegend. So sind Erfahrungen, Erlebnisse, die sich human darstellen und ereignen.

Wie kommt es, dass in der Bildung dieser Wert erst vor wenigen Jahrhunderten beachtet wurde, dann aber noch lange mehr eine Erscheinung im Sprachgebrauch bestimmter Kreise oder in klassischer Literatur blieb? Im 20. Jahrhundert erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das immer mehr so gesehen, gesagt und wahrscheinlich mehr und mehr verwirklicht, wo dies und das das sich human ereignet. Es ist erstaunlich, wie lange es dauerte, bis „human“ sich verbreitete, verwirklichte und allgemein anerkannt wurde. Deutet sich dabei eine große Hoffnung an? Wenn HUMAN in letzter Zeit so verbreitet und wirksam angekommen ist, könnte das ja wie ein Vorbote einer HUMANEN NEUZEIT sein? Vermutlich ist diese Hoffnung mit mancherlei anderen Erfahrungen in unserer Welt und in unserem Leben für viele Zeitzeugen noch zu gewagt.

Vor einigen Jahrzehnten hätten wahrscheinlich wenige eine nahe HUMANE NEUZEIT vermutet, auch nicht eine so baldige Verbreitung und Anerkennung von HUMAN. Vielleicht wurde diese Seite unserer Geschichte zu wenig beachtet: Die Freundlichkeit der Menschen hat Familien, Gemeinden und Völker zusammengeführt und erhalten. Überall in der Welt gibt es ein fast allgemeines freundliches Miteinander. Durch hilfsbereite Zusammenarbeit ist vieles gelungen. Die Zusammenarbeit und die Zusammengehörigkeit breiten sich mehr und mehr aus über Kontinente.

Eine Minderheit tobt sich in alten Ideologien des Gegeneinanders immer noch aus. Anscheinend werden die alten Ideologien des Gegeneinanders auf dem Schutthaufen der Geschichte vom schrumpfenden gewalttätigen Rest mehr und mehr verlassen. Die Jungen wollen über Vorurteile, über Grenzen und Verschiedenheiten hinweg zusammenkommen und zusammengehören. Gerade von der Einstellung bei den Jungen könnte es mehr und mehr eine globale humane Richtung der Literatur, Lehrens und Lernen geben. Die Zeit ist vorbei, wo man besonders stolz war ein Deutscher, ein Franzose, ein Engländer zu sein. Wir freuen uns, dass jetzt Schwarze, Inder, Chinesen, viel andere bei uns lernen und leben und wir bei ihnen. – Die moderne Welt hat uns alle zu Nachbarn gemacht. Wir gehören alle zusammen.

Das ist HUMAN! Das ist gut!
Mit so wenigen Worten kann es Frieden, Freiheit, Wohlstand,auch geistigen Wohlstand für alle geben.