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Was ist groß bei diesem Glauben? Das Weltall, die Milliarden riesigen Welten, Milliarden Sonnen, Milliarden Galaxien, der reiche und schöne Erde, das vielfältige wunderbare Leben, die interessante Menschenwelt, unsere Begabung mit dem Anteil an der Intelligenz und dem Können im Himmel. Diese Orientierung ist wohltuend, dass unsere Begabung - unsere Intelligenz, unser Können - Anteil ist an der großen Intelligenz und dem großen Können des Himmels. Sollte dies unserem aufgeklärten Denken widersprechen? Aufklärung ist hilfreich, um manche mythologische Wucherung der menschlichen Phantasie zu bereinigen.

Von der großen Wirklichkeit gibt es mit unserer Intelligenz eine Orientierung zur großen Intelligenz, zum großen Können des Himmels. Warum sollen wir es nicht so nennen? Weil das zu religiös ist? Muss Aufklärung antireligiös sein? Mit so einer negativen Voreingenommenheit entsteht eine Barriere zur Orientierung in der großen Wirklichkeit. Ist große Intelligenz und großes Können als Ursprung und Weiterbestehen der großen Wirklichkeit nur ein Thema der Religion? Dorthin und von daher führen doch die Wege aller Wissensbereiche. Der Ursprung und das Weiterbestehen der großen Wirklichkeit das ist lange bevor wir da waren große Physik, große Mathematik, große Chemie, große Biologie, große Astronomie - das ist große Intelligenz, großes Können lange bevor wir da waren. Was von der großen Wirklichkeit schon lange vor uns da war, das konnte bei solch großer Physik, bei solch großer Mathematik, bei solch großer Chemie nur da sein mit großer Intelligenz und großem Können im Ursprung und im Weiterbestehen. Das sollten wir doch zugeben auch mit unserer kleinen Philosophie, mit unserer kleinen Aufklärung, mit unserer kleinen Physik, mit unserer kleinen Chemie, mit unserer kleinen Mathematik, eigentlich mit dem kleinen Wissen unserer ganzen Bibliotheken. Es würde uns gelingen, wenn wir auch mit dem kleinen Wissen unserer ganzen Bibliotheken fähig wären zu intellektueller Bescheidenheit.

Wie viel intellektueller Aufwand wird betrieben mit Sprachbarrieren bei unsicherem Wissen, bei vorläufigem Wissen, bei sehr begrenztem Wissen. Wäre es vielleicht befreiend, wenn wir mit einer Variation von Sokrates uns so erkennen würden: "Einzeln und gemeinsam wissen wir noch immer wenig von der großen Wirklichkeit." Und auch dies wäre hilfreich für uns alle: In der ganzen großen Wirklichkeit gibt es fast immer und überall Hinweise dafür, dass der Ursprung und das Weiterbestehen in großer Intelligenz und großem Können begründet sind. Mit intellektueller Bescheidenheit kommen wir gerade beim modernen Wissen zur Orientierung in der großen Wirklichkeit auf den Ursprung und das Weiterbestehen in großer Intelligenz und großem Können, religiös zum großen Gott und zum Himmel in großer Intelligenz und großem Können.