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Was wissen wir von unserer Urgeschichte, von unserer Frühgeschichte, von unserer Vorgeschichte? Wenig? Oder ist das überhaupt ein anderes Wissen als das Wissen von unserer Geschichte mit Berichten von Zeitzeugen und mit dem, was noch erhalten blieb. Von der Urgeschichte gibt es wenig oder gar nichts, was nicht Stein und Staub geworden ist. Manches wird darüber so gelehrt, dass man nach und nach meinen könnte, dass wäre ein sicher erforschtes Wissen. Leider wird uns die Hilfe der Unterscheidung von Erfahrungswissen und Interpretationswissen, Deutungswissen beim Lernen nicht allgemein bewusst. Dadurch ist es möglich, dass man Inhalte von Deutungswissen nach und nach so anwendet als wäre es gesichertes Erfahrungswissen. Dies ergibt sich immer wieder auch von ideologischen Beweggründen, manchmal auch bei scheinbar wissenschaftlicher Anwendung.
Welchen Wert hat für uns das Wissen von der Urgeschichte? Für einige ist es ein wissenschaftlicher Wert. Dabei wird ideologisches Deutungswissen kaum hilfreich sein. Für allgemeines Lernen könnte Wissen von der Urgeschichte hilfreiches Orientierungswissen sein. - Andere Lebewesen haben anscheinend auch ein Umweltwissen. Das ist ausreichend für ihr Leben. Wir Menschen haben die Begabung zur Orientierung in größeren Zusammenhängen weit über unsere Umwelt hinaus bis hinein ins Weltall und in ferne vergangene Zeiten. Unsere umfassendere Orientierung eignet sich für mehr als nur für die Existenzerhaltung. Mit unserem Orientierungswissen erkennen wir über praktische Zwecke hinaus, wie dies und das zusammengehört, welchen Sinn dies und das ergibt und wie unser Leben damit verbunden ist.
Orientierungswissen kann uns mit Besinnung bereichern. Welches Besinnungswissen gibt es für das allgemeine Lernen von der Urgeschichte? Wir Menschen haben in dieser Welt eine lange Vergangenheit von vielen weithin unbekannten Jahrtausenden oder von Jahrmillionen. Genau wissen wir das nicht. Einzelheiten über die längste Zeit unserer Vergangenheit kennen wir nicht. Wie sich unser Leben in den meisten Jahrtausenden der Vergangenheit entwickelt hat, wissen wir nicht. Unser jetziges immer noch geringes Wissen von unserer Urgeschichte ist überwiegend Interpretationswissen, Deutungswissen. Davon kann einiges auch hilfreiches Orientierungswissen sein.
Irgendwann waren Menschen in der Urgeschichte da. Wie das geschah, wissen wir nicht. Bei dieser Frage geht es nur weiter mit dem Glauben. Ist die Antwort dann Glaubenswissen? Jedenfalls können wir auch mit unserer Urgeschichte auf einen Weg für uns kommen, wo das Wissen dieser Welt aufhört, wo das Wissen weitergeht in der Besinnung auf die große Intelligenz und das große Können Gottes und des Himmels. Mit unserem geringen Wissen, mit dem überwiegenden Deutungswissen von der Urgeschichte sind wir noch sehr arm bei der Frage: „Wer sind wir?“
Mit dem Glaubenswissen, das ein Urwissen bei uns Menschen ist, kommen wir zu dem Besinnungswissen: Das Weltall, unsere Welt und wir kommen von großer Intelligenz und großem Können, von der großen Intelligenz und dem großen Können Gottes und des Himmels.