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Wo gehören wir Menschen hin? Von der Antwort auf diese Frage hängt sehr viel für uns Menschen ab. Schon allein in dieser Welt ist das so. Als Kinder hat man uns gefragt: „Wem gehörst du?“ Dann sagten wir. „Mama und Papa“. Würde es uns befremden, wenn uns jemand als Erwachsene oder im fortgeschrittenen Altern fragen würde: „Wem gehörst du?“ Schade, dass es uns nach der Kindheit die längste Zeit unseres Lebens kaum noch jemand fragt: „Wem gehörst du?“
Leider gibt es auch diese Frage erst recht selten: „Wem gehöre ich?“ Ist es so, dass diese Frage auf die Kindheit beschränkt bleibt: „Wem gehörst du?“ Oder soll das so vielleicht sogar einen tieferen Sinn haben? Im christlichen Glauben sind wir Menschen Kinder Gottes. Eigentlich könnten wir unserem ganzen Leben die Frage „Wem gehörst du?“ – so beantworten: Gott! Das wird wohl eine Antwort von gläubigen Menschen sein. Dafür könnte es doch die Wertschätzung geben: „Dass wir Menschen Kinder Gottes sind ist ein menschenfreundlicher Glauben“.
Darf man in die verschiedengestaltige Religionsgeschichte hinein so fragen, wie soll religiöser Glauben anders als menschenfreundlich sein? Oder hat dies doch manche vor zweitausend Jahren überrascht: „Der Sabbat ist für die Menschen und nicht die Menschen für den Sabbat“. Damit wir verstehen, was damit gemeint ist, darf man doch die Umschreibung wagen: Religion ist für die Menschen da und nicht die Menschen für die Religion. Sabbat war damals und dort doch ein Inbegriff für Religion. - Seit zweitausend Jahren hat sich auch weiterhin manches in der Religionsgeschichte ereignet wie vor zweitausend Jahren. Leider gab und gibt es in der Religionsgeschichte auch zeitbedingtes Menschenwerk. Daraus ergab sich auch manche Glaubensbarriere. Aber der Glaube, der uns vom Himmel gegeben ist, ging dabei nicht unter.
Diese Hoffnung bleibt uns auch jetzt: Die Sinnfindung mit dem Glauben ist uns durch alle Glaubenhindernisse hindurch geblieben und die Sinnfindung mit Glauben erwacht immer wieder: Ist Sinnfindung mit dem Glauben so etwas wie ein Urwissen bei uns Menschen, damit uns die Orientierung erhalten bleibt, dass wir zum großen Gott und zum Himmel gehören, damit wir diese Orientierung immer wieder finden: „Unsre Heimat ist im Himmel“. Für das Chaos in der Weltgeschichte, das Chaos von Armut, auch geistiger Armut, für das Chaos des Gegeneinanders, das Chaos der Ausschweifungen gab es schon vor zweitausend Jahren diesen erschütternden Überblick: „Sie wissen nicht, was sie tun“ - „Sie sind wie Schafe, die keinen Hirten haben.“
Noch im 20. Jahrhundert gab es durch das das Weltgeschehen der Menschenwerke Millionen Vertreibung, Millionen Heimatlose und wahrscheinlich noch mehr Millionen innerlich Heimatlose. Aber seit zweitausend Jahren haben wir diese Orientierung im Glauben: „Unsere Heimat ist im Himmel.“ Anscheinend werden wir ohne diese Orientierung heimatlos auch in dieser Welt und über diese Welt hinaus. Entstehen daraus auch die verbreiteten seelischen Krankheiten?
„Unsere Heimat ist im Himmel“ auch im Leben auf der Erde und über die Erde hinaus“. Ohne diese Orientierung geht vieles bei uns und für uns verloren, ohne diese Orientierung verlieren wir uns selbst. So kann und wird es eine menschenfreundliche Welt geben, wenn wir gerne zur großen Intelligenz, zum großen Können und zur großen Liebe des großen Gottes und des Himmel gehören.