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In unserer Zeit gibt es hilfreiche Aussichten für Lernerfolge durch das „Lernen lernen“ und durch Forschungsergebnisse in der Lernpsychologie. – Sollte man dabei auch diese Erfahrungen beim Lernen bedenken: Mit Assoziationen, mit dem innere Echo ist das Lernen konzentrierter und erfolgreicher. Das kann jeder ohne großen Aufwand erproben. Eigentlich sollte das jedem gelingen.
Ob das wirklich zutrifft, kann man so erfahren: „auswendig lernen“ – sagt man deutsch, wenn man etwas sich etwas einprägt. Es wäre ungewohnt, wenn jemand dazu sagen würde „inweding lernen“. Vielleicht ereignet sich bei erfolgreichem Einprägen so etwas wie „inwendig lernen“. - Wir können bleibende Wissensinhalte nicht so speichern wie der Computer: Mit einem Klick werden viele Sätze in Sekunden bleibend gespeichert.
Bleibende Wissensinhalte werden in uns „eingeprägt“. Das ist anscheinend ein anspruchsvoller intellektueller Vorgang. Dazu gehört Aufmerksamkeit, Strukturierung, Kurzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis. Der Lernerfolg ergibt sich dann durch Wiederholung. So anspruchsvoll ist „auswendig lernen“.
Die zunächst seltsame Bezeichnung „inwendig lernen“ hat auch einen bestimmten Ablauf. Anscheinend kann man dabei manche Wiederholung sparen, weil schon beim ersten Durchgang konzentrierte Wiederholung geschieht. Die Erprobung an einem selbst erfahrenen Beispiel wird wahrscheinlich eine Ermutigung zu weiteren Lernerfolgen werden. - Vielleicht wäre dabei auch hilfreich dies zu bedenken: Ein Satz besteht aus Sinneinheiten. Dafür gibt es Satzzeichen. Manchmal ergibt sich eine Sinneinheit auch ohne ein dazugehöriges Satzzeichen. - Beim Einprägen kurze Sinneineinheiten zuerst laut oder leise ausdrücklich lesen, sofort danach die Sinneinheit in den Gedanken nachsprechen, nicht bloß daran denken, in Gedanken nachsprechen und zugleich den Text der Sinneinheit mitlesen. Das ergibt bei einem Durchgang drei Wiederholungen und eine wache Konzentration. Das langweilige monotone laute wiederholende Hersagen wird überwunden durch die Variation der dreifachen Wiederholung bei einem Durchgang.
Dieses „inwendig Lernen“ ist abwechslungsreicher als bloß wiederholt laut hersagen. Das fördert die Konzentration und dadurch auch den Lernerfolg. Bei der dreifachen Wiederholung in einem Durchgang wird das erste Lesen der Sinneinheit zur Assoziationsbasis für die zwei weiteren Wiederholungen bei einem Durchgang. - Bleibende Lernerfolge sind gelungene Assoziationen, neurobiologisch wahrscheinlich Synapsen im Gehirn. Die drei Wiederholungen schon bei einem Durchgang und der Assoziationsvorgang dabei sind so etwas wie das innere Echo des Lernerfolges.