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Die erste anhaltende und große Freude im Leben vieler Menschen ist Schulfreude. Leider gibt es diese Freude nicht für alle Kinder, weil viele Millionen Kinder noch immer nicht das Glück haben, dass ihr Schulrecht erfüllt wird. Für alle Kinder, ja für alle Menschen gibt es ein allgemeines Schulrecht. Ist das noch nicht überall anerkannt? Allgemeine Schulpflicht kann man als Erfüllung des allgemeinen Schulrechts der Kinder, der Menschen betrachten. Allgemeine Schulpflicht oder allgemeines Schulrecht bedeutet doch dies: Lernen ist ein Recht für alle Kinder, für alle Menschen. Wahrscheinlich ist es weltweit so: Alle Kinder freuen sich auf die Schule.
Anscheinend gibt es bei uns Menschen von der Kindheit an eine Neigung zur Lernfreude. Schade, dass dabei sich einiges schon in der Kindheit ändert. Nach und nach wird für viele das Lernen schwer. Leider kommt zum traurigen Verlust der Lernfreude noch die nachteilige Beurteilung, dass ein Kind, ein Jugendlicher faul ist. Sollte das Ende der Lernfreude Lernfaulheit sein? Wird Lernmüdigkeit oft oder meist verwechselt mit Lernfaulheit? Passt die Beurteilung „Faulheit“ überhaupt in die bewegte Entwicklung der Kindheit und der Jugendzeit? Lernmüdigkeit ist leider sehr verbreitet und für Kinder und Jugendliche zutreffender als Lernfaulheit.
Lernen kann immer wieder oder gar anhaltend spannend sein. Lernen ist eine endlose spannende Reise in die große Wirklichkeit, auch bei scheinbaren Kleinigkeiten bis in unseren Alltag hinein. Beim Lernen kann uns immer wieder bewusst werden, dass wir zur großen Wirklichkeit gehören, dass in uns, um uns und über uns die wunderbare große Wirklichkeit ist. Vielleicht klingt das phantastisch: Lernen kann immer wieder eine spannende Weltreise zu den Wundern der endlosen großen Wirklichkeit sein. Die große Wirklichkeit ist voller spannender Wunder, die wir beim Lenen miterleben können. Ist das vielleicht der jugendbewegt Traum eines Studenten? Das ist die Sehnsucht nach Lernfreude bei vielen, Lernfreude für die Kinder, Lernfreude für die Jugend, Lernfreude für Erwachsene, Lernfreude bis ins fortgeschrittene Alter. Diese Sehnsucht und diese Hoffnung bekennt hier ein Lernender mit 84 Jahren.
Lernfreude ist eine begründete Erwartung von der geistigen Begegnung mit dem vielfachen Reichtum in den wunderbaren Erscheinungen und Geschehnissen der großen Wirklichkeit. Kann es sein, dass viele Darstellungen zweckhaft klein geraten und lernschwierig werden mit einer überladenen Fassade von Sprachbarrieren? Wird das sogar da und dort auch noch mit Wissenschaftlichkeit verwechselt?
Zum Ursprung abendländischer Wissenschaft gehört die Verbindung zur griechischen Antike. Gleichsam als Start für das Lehren und Lernen in der abendländischen Welt ist uns aus der griechischen Antike die Lehrform des Dialoges überliefert. Wahrscheinlich wird erfolgreiches Lehren und Lernen mit Lernfreude immer noch in Gesprächen, im Dialog mit Kindern und mit der Jugend verwirklicht. Die Lernfreude im Gespräch, im Dialog, kann vieles in unserem Leben bereichern: die Schule, die Familie, den Beruf, Freundschaft, Politik und Wirtschaft. Im Dialog, wie wir es von der griechischen Antike wissen, gibt es durch Erfahrungen in Jahrhunderten Lernfreude von der Kindheit bis ins fortgeschrittene Alter. Auch Demokratie sollte Lernen durch Dialog sein.
Lehren ist auch so möglich und hilfreich: immer wieder mitlernen, ein Lernpartner bleiben und werden. - Humane Bildung ist Lernfreude für alle ohne großen Aufwand. Und wie geht das? Lernpartner werden von der Kindheit bis ins fortgeschrittene Alter; Lernen als Wege in die wunderbare große Wirklichkeit – dafür sind wir begabt; das ist Reichtum für alle. - Lebensfreude durch Lernfreude das beginnt auf dem Weg der Kinder in die Schule, das sollte nicht untergehen in Lernmüdigkeit, das könnte mit unserer Begabung anhalten als Lernpartner mit Lebensfreude durch Lernfreude bis zur Vollendung im Alter.