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Sprache ist sehr vielfältig. Von der Sprache hängt viel bei uns Menschen ab. Wie das geht mit der Sprache, das wirkt sich aus beim Lehren, beim Lernen, beim Forschen und bei vielem anderen. Es ist hilfreich für uns, wenn wir einiges über die Sprachen beim Lernen, beim Lehren und beim Forschen wissen. Können wir von Sprachen des Lernens, des Lehrens und der Forschung sprechen, wenn sich das in ein und derselben Sprache ereignet? Beim Lernen kann es sein, dass man den Lerninhalt zu einem Thema versteht, aber die Darstellung dazu in der Lehre nur teilweise und die Darstellung in der Forschung gar nicht versteht. Gibt es dabei für das Lernen in der Lehre und in der Forschung Sprachbarrieren?
In der Forschung wird oft der sich dabei ergebende Wortschatz entwickelt, weil die einfache Umgangssprache für den Forschungsvorgang nicht ausreicht. Die Lehre wird dann die Forschungssprache aufbereiten für die einfachere Lernsprache. Muss die Lernsprache einfacher sein? Lenen gelingt, wenn es keine Lernbarrieren gibt. Sprachbarrieren können Lernbarrieren sein. Leider wird oft dieses Lernhindernis zu wenig beachtet, dass es in der Sprache des Lehrens auch unnötige Sprachbarrieren gibt, die Lernbarrieren sind. Muss man Wissenschaftlichkeit beanspruchen mit Sprachbarrieren, die das Lernen erschweren oder behindern? Soll man bei der Lehre auch sorgfältig darauf achten, dass die Sprache des Lehrens eine hilfreiche Sprache für das Lernen ist, eine lernfreundliche Sprache ist? „Ist Lernen schwer – und warum?“ Vielleicht wird diese Frage zu selten ausgesprochen. Aber viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben die Last dieser Frage.
Was geschieht bei uns und mit uns von der Sehnsucht nach dem Abenteuer des Lernens als glückliche Schulanfänger bis zur Lernmüdigkeit in drei bis vier Jahren? Das ist zwar nicht allgemein, aber auch nicht selten. - Lernfreude kann über die Schulzeit hinaus durch das ganzes Leben anhalten, wenn die Sprache des Lernens die Lernfreude anregt und weckt. Dafür gibt es viele Beispiele und viele gelungene Bemühungen. In unserer Zeit werden die Gründe für Lernmüdigkeit, für Schulmüdigkeit mehr und mehr entdeckt und auch in der pädagogischen Ausbildung kritisch beachtet.
Vermutlich kommt die Entscheidung für den Lehrerberuf von kinderfreundlicher, von jugendfreundlicher, von menschenfreundlicher Einstellung. Wenn das heute auch noch nicht bewusst so begründet, so ausgesprochen wird, ist humane Bildung eine verbreitete Einstellung für den Lehrerberuf und im Lehrerberuf.
Mit dieser Einstellung könnten sich viele auf dem Weg zum Lehrerberuf und im Lehrerberuf beteiligen an der geistigen Bewältigung der HUMANEN BILDUNG, wie zum Beispiel bei diesem Thema hier oder bei anderen Themen der HUMANEN BILDUNG. Dabei würden viele im Lehrerberuf statt auch schulmüde zu werden vom Leistungsmythos, von dominanten Beurteilungen nach Fehlern, von aufreibendem Disziplinstress und noch einigem mehr - in der Sprache und im Denken der HUMANEN BILDUNG den Spuren ihrer menschenfreundlichen Berufung folgen.
So wird der Lehrerberuf im Dienste der HUMANEN BILDUNG zur anhaltenden Lehrfreude und im Echo zur Lernfreude und Lebensfreude der Kinder und der Jugend bis hinein in die Familien.