Textversion

Suchen nach:

Darüber gibt es Bücher, in denen berichtet wird über Anfänge der Wissenschaft bei den Chinesen, bei den Babyloniern, bei den Ägyptern, bei den Griechen und bei den Römern. Und davor? Von den meisten Jahrtausenden der Menschengeschichte wissen wir fast nichts. Unser Wissen von der Vergangenheit ist gering. Auch die Geschichte des Wissens ist klein. Eigentlich ist unser ganzes Wissen immer noch klein, gemessen an der großen Wirklichkeit vor uns und über uns.

Die große Wirklichkeit ist der Weg zum ganz großen Wissen vor uns und über uns, der Weg zum Ursprung unseres Wissens. In der großen Wirklichkeit des Weltalls und des Lebens ist ganz große Physik, ganz große Chemie, ganz große Mathematik, ganz große Astronomie, ganz große Biologie verwirklicht. Die Namen dafür kommen von uns Menschen. Aber die Inhalte gab es in der großen Wirklichkeit lange, lange bevor ein Mensch da war. Milliarden Jahre gab es die ganz große Physik, Chemie, Mathematik, Astronomie und Biologie ohne uns Menschen. Seit kurzer Zeit - in den Maßstäben der großen Wirklichkeit – gibt es uns Menschen.
Auf der Erde sind wir von vielen Tausenden Arten des Lebens die einzigen Lebewesen die eine Wissenschaft haben. Warum gibt es bei den Pflanzen und bei den Tieren keine Wissenschaft? Wahrscheinlich brauchen sie keine. Sie haben manche andere Begabungen. Für uns Menschen gibt es auch ein begrenztes Umfeld - wie bei anderen Lebewesen. Aber wir wissen, dass die Welt größer ist, dass es die große Wirklichkeit über uns und um uns gibt. Wir haben mit unserer Begabung eine mögliche Verbindung zur ganzen Welt und zur großen Wirklichkeit.

Mit unserer Begabung fanden wir nach und nach Physik, Chemie, Mathematik, Astronomie, Biologie und anderes, was in der großen Wirklichkeit schon vorher da war. Wenn mit uns ein Affe lebt, der mit uns überall dabei ist, auch beim Lernen, kommt bei ihm Physik, Chemie usw. nicht an, obwohl er vielleicht aufmerksam zuhört. Uns ist es gegeben (Begabung!) Physik, Chemie usw. zu finden, zu lernen. Man sagt dazu auch erfinden. Besser wäre „finden“! Wir haben die Physik, Chemie usw. nicht geschaffen. Die Vorgänge von Physik, Chemie, Mathematik, Astronomie und Biologie waren in der großen Wirklichkeit schon vor uns da, schon verwirklicht bei den Milliarden Sonnen, bei den Milliarden Himmelskörpern, bei den Milliarden Galaxien und auf der Erde bei Milliarden Lebewesen. Nach und nach haben wir dieses und jenes davon entdeckt, was mit großer Physik, großer Chemie, großer Mathematik, großer Biologie schon Tausende, Millionen Jahre vor uns da war.
Dann gab es Deutungen, Interpretationen, woher das alles kommt, wie das alles entstand. Aber leider fehlt bei den Deutungen, beim Interpretationswissen oft das hilfreiche Orientierungswissen, dass alles schon vor uns da war auch als Physik, auch als Chemie, auch als Mathematik, auch als Astronomie, auch als Biologie. Und noch etwas fehlt bei manchem zu kurz gedachten Interpretationswissen: Unsere Intelligenz und unser Können für Physik, Chemie, Mathematik, Astronomie, Biologie und anderes ist Begabung, ist uns gegeben von der großen Intelligenz und dem großen Können im Ursprung der ganz großen Physik, der ganz großen Chemie, der ganz großen Mathematik, der ganz großen Astronomie, der ganz großen Biologie. Das ist der Ursprung unserer Wissenschaft.

Wenn dieses Denken über Wissenschaft auch noch Glauben ist an den großen Gott und an den großen Himmel mit der ganz großen Intelligenz und dem großen Können, dann ergibt sich dabei eine schöne Wissensfreude, eine schöne Lernfreude und eine schöne Glaubensfreude.