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Gab es je in einer anderen Zeit wie jetzt so viele Darstellungen von Liebe in Wort und Bild? Sind wir dadurch glücklicher geworden? Darum geht es doch bei der Liebe, dass die Menschen sich dabei wohl fühlen, geborgen sind. Liebe sollte also humane Liebe sein? Warum Fragezeichen? Dazu müsste es eindeutige Zustimmung geben! „Human“ – dieses frühere Fremdwort ist eine Bereicherung in unserem jetzigen Wortschatz. Es hat sich in unserer Zeit schnell verbreitet für die Bedeutung: menschenfreundlich, hilfreich, gut und schön.

Unglückliche Liebe war früher wiederholt ein Thema von Liebesromanen. Jetzt erleben Millionen junge Menschen und auch Erwachsene unglückliche Liebe, nicht nur bei geschiedenen Ehen. Die Not mit der Liebe gibt es auch als soziale Not, als Bildungsnot, als politische Not und auch religiöse Not. Besonders schnell hat sich in den letzten Jahren die Not mit der Liebe verbreitet bei intimen Erlebnissen. Dazu gehörte bis vor einiger Zeit meist als Veranlassung eine innere Zuneigung, die als Liebe erlebt wurde. Wird jetzt Liebe etwas anderes als das gute und schöne Miteinander, als die Sehnsucht nach dem schönen und guten Miteinander?

Liebe als dauerhaftes Miteinander gibt es bei uns Menschen wahrscheinlich seit unserer Urgeschichte. Das dauerhafte Miteinander von Frau und Mann ist der Urgrund des Weiterbestehens von uns Menschen und der Urgrund der Heimat für uns Menschen in dieser Welt. Werden Mann und Frau durch eine jetzige Entwicklung so gebraucht oder auch verbraucht, um Organe abzureagieren? Sollen Mann und Frau statt des bleibenden Miteinanders Figuren eines Kataloges für auswechselbaren, vorübergehenden Organrausch sein? Am Anfang dieser Entwicklung nannte man das oder einiges davon noch Liebe. Jetzt gibt es dafür eine so erniedrigende Sprache besonders über Mädchen und Frauen, dass bei dieser sprachlichen Verarmung Liebe ein Fremdwort wäre. Mütter und Väter unserer Kinder, unserer Jugend haben begründete Sorgen, wie bedroht die humane Liebe als schönes und gutes Miteinander für viele jetzt schon ist. Daraus kann sich die bange Frage ergeben: Wie soll und wird es weitergehen?

HUMANE BILDUNG könnte eine Hoffnung sein, um das schöne und gute Miteinander, um die humane Liebe zu retten, damit wir Menschen auch als Frau und Mann und für die Kinder und die Jugend miteinander eine menschenfreundliche Heimat in dieser Welt haben.