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Rechtsgeschichte gibt es ohnehin nur bei Menschen. Warum brauchen wir das? Andere Lebewesen haben keine Rechtsgeschichte. Unsere ganze Geschichte ist ein Beweis dafür, dass wir Menschen ohne Recht verwildern. Auch davon hängt für das humane Leben sehr viel ab, ob das Recht human ist und wie human das Recht ist. Andere Lebewesen verwirklichen ihr Leben nur in ihrer vorgegeben Natur und „verwildern“ dabei nicht. Dazu brauchen sie kein Recht wie bei uns Menschen.

Wie hat sich das Recht von den Anfängen entwickelt und ausgebreitet? Im Ablauf der Weltgeschichte und der Nationalgeschichte kann man eine Richtung für der Rechtsgeschichte vermuten: Von Vorrechten der privilegierten Minderheiten, vom überwiegenden Herrschaftsrecht durch vergangene Jahrhunderte, durch Generationen fast rund um die Erde zum humanen, zum sozialen, zum demokratischen Recht in der Gegenwart. Oder gab es davon schon einiges in der Vergangenheit? Auch von früher sind humane Rechtsauffassungen bekannt. Dabei gab es manches Gelingen, aber auch Verfolgungen. Sogar im zwanzigsten Jahrhundert mit den gelungenen humanen Verfassungen, mit den guten Aussichten für den Rechtsstaat kämpften die Übermächte der Unterdrückung und Verfolgung gegen den Bestand und die Ausbreitung des humanen Rechts.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Rechtsstaat, das humane Recht weltweit eine begründete Hoffnung der Völker. Es war auch höchste Zeit! Alle Menschen, alle Völker haben schon lange, eigentlich immer schon, den human begründeten Anspruch auf den Rechtsstaat, auf humanes Recht. Diese Rechtstheorie, diese Rechtsphilosophie hätte es schon lange als verbreitete oder allgemeine Rechtsauffassung geben sollen:

Das Recht ist für die Menschen da.

Der Kommentar dazu kann kurz sein: Menschenfreundliches, menschenwürdiges
Recht muss humanes Recht sein.

Das humane Recht zu verwirklichen durch politische, juristische und administrative Bemühungen – das ist der Rechtsstaat. Es ist ein langer, leidvoller, schwerer Weg für die Völker bis zu dieser Sicht und bis zu dieser Verwirklichung des Rechts.
Wir haben jetzt das Glück humanes Recht zu lernen und die Verwirklichung humanen Rechts zu erleben. Leider gibt es dieses Glück vorwiegend nur in den Ländern des menschenfreundlichen, modernen Wohlstandes. Humanes Recht gehört zum menschenwürdigen, menschenfreundlichen Wohlstand. Auch zum geistigen Wohlstand bei uns Menschen gehört das humane Recht.

Rechtgeschichte ist auch der Weg durch leidvolle geistige Verarmung in der Weltgeschichte. Die Verarmung der Völker wurde oft von Weltmächten verursacht mit Unterdrückung, Verfolgung und Vernichtung im Kampf gegen die Menschen. Das war möglich, weil es kein humanes Recht gab oder weil durch den Mangel an humanem Recht die Völker den Weltmächten wie ausgeliefert waren. Ein Basis-Wissen von der Rechtsgeschichte kann wie ein Erlebnis des Dankens sein, dass wir nach so einer leidvollen Geschichte das Glück humanen und geistigen Wohlstandes erleben dürfen. So können wir auch fähig und bereit werden, mitzuhelfen für Menschen und Völker, die im humanen Recht noch arm sind.

Zur humanen Bildung gehört auch allgemeine Bildung über die Verarmung im humanen Recht und über
die Entstehung und Verwirklichung des humanen Rechts.