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Zum humanen Rechtstaat:
Die Spuren zum humanen Rechtsstaat begannen schon in der Antike bei Aristoteles und anderen. Die Wege zum Verfassungsstaat und zur Republik fand man in der Neuzeit. Eine Grundlage dafür wurde die Lehre von der

Gewaltenteilung:Legislative: gesetzgebende Gewalt
Exekutive: ausführende Amtsgewalt
Justiz: richterliche Amtsgewalt. Der Begriff „Gewalt“ in diesem Zusammenhang wird wohl immer wieder sprachliche Verlegenheit bewirken. „Gewaltenteilung“ ist inzwischen ein geläufiger Grundsatzbegriff. .Damit wird ein Grundprinzip der rechtstaatlichen Demokratie formuliert. Es bedeutet Aufteilung, Beschränkung der Macht. Darum bemühte sich in der Antike schon Aristoteles (384 -322 v. Chr.). Wegbereiter der Gewaltenteilung in der Neuzeit waren besonders Locke und Montesquieu.
John Locke (1632-1704): Nach dem Medizinstudium in Oxford war er in der Aufklärung bedeutender englischer Philosoph mit diesem Ergebnis: Der Schutz der individuellen Freiheit ist Aufgabe des Staates. Die Staatsgewalt soll nicht absolut sein, soll aufgeteilt sein: in gesetzgebende (legislative) Gewalt und ausführende (exekutive) Gewalt.
Charles Montesquieu (1689-1755), philosophisch-politischer Schriftsteller der französischen Aufklärung. Obwohl er ein Anhänger der „demokratischen“ Monarchie war, blieb sein höchstes Ziel das Wohl des Volkes und die Freiheit der Bürger. Gewaltenteilung gehörte bei ihm zum Inhalt der Verfassung (gesetzgebende, ausführende, richterliche Gewalt). Hauptwerk: „De L’esprit des lois“ (1748), Ideal des freiheitlichen Staates.
Zur Gesetzgebungskompetenz: Im Bundesstaat sind die Gesetzgebung (und die Verwaltung) aufgeteilt zwischen Bund und Ländern (Gliedstaaten), also wieder Begrenzung der Macht! Dadurch gibt es Bundesrecht und Landesrecht. Bei uns entstand so die
Gliederung der Gestzgebungskompetenz
:
I. Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes (auswärtige Angelegenheit, Währung u.a.)
II. Konkurrierende Gesetzgebung: zuerst beim Bund möglich, wenn nicht, dann ist Landesrecht möglich.
III. Ausschließliche Gesetzgebung der Länder (Polizeirecht, Kultur, Gemeinderecht). Beim Landesrecht ist Legislative das Landesparlament. In den Bereichen des Landesrechts ist die Exekutive des Landes die Landesregierung

Zum Bundestag als Gesetzgebungsparlament des Bundes gibt es außerdem als Organ des Bundes für die Gesetzgebung des Bundes den Bundesrat mit weisungsgebundenen Mitgliedern der Landesregierungen. Bestimmte Gesetze des Bundes bedürfen der Zustimmung des Bundesrates, also der Landesregierungen (Zustimmungsgesetze).