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Produktionsgenossenschaften und Konsumgenossenschaften gibt es schon lange und neuerdings kommen immer mehr Dienstleistungsgenossenschaften dazu.

Im Altertum gab es auch genossenschaftsähnliche Organisationen:
Religionsgemeinschaften, Stämme, politische Gemeinden (Poleis)

Im Mittelalter hatten genossenschaftsähnlich Organisationen andere Namen:
für den Handel die Gilde und die Hanse - und für das Handwerk die Zünfte.

Im 19. Jahrhundert entstand das privatrechtlich ausgestaltete Genossenschaftsrecht durch den Aufschwung in der Genossenschaftsbewegung.

Konsumgenossenschaften wurden seit 1848 in England gegründet nach den Ideen von Robert Owen (1771-1858); Ziel: niedrigere Preise durch Ausschaltung des Zwischenhandels.
Deutschland: Bäuerliche Genossenschaften; Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 – 1888): Zur Finanzierung von Saatgut und Maschinen entstanden Spar- und Darlehenskassen. Auswirkungen der Ideen von Raiffeisen bis nach China.
Gewerbliche Genossenschaften: Für Handwerker und Einzelhändler wurden Einkaufs-, Verkaufs- und Vorschussvereine von Hermann Schultze-Delitzsch (1808-1893) gegründet.

Genossenschaftsbanken: Mitte 19. Jh. gründen - unabhängig voneinander Hermann Schulze-Delitzsch und F. Wilhelm Raiffeisen - erste Kreditgenossenschaften; Ziel: Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung.
Wohnungsbaugenossenschaft: Im 19, Jahrhundert war Victor Huber Wegbereiter. Mit dem Genossenschaftsgesetz 1889 kam der Aufschwung

In folgenden Bereichen gibt es in Deutschland und in Österreich Genossenschaften: Banken Handel, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Kulturzentren. Wirtschaftliche Förderung ihrer Mitglieder ist der bleibende Zweck der Genossenschaft. Juristische Hauptdaten: Die Genossenschaft ist juristische Person und dazu Kaufmann im Sinne des Handelsrechts. Rechtsquelle: Genossenschaftsgesetz von 1898
. geändert durch Bundesgesetz von 1973.