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Verwaltungsrecht: Die Verschiedenheit des amerikanischen Rechts zum kontinental-europäischen Recht zeigt sich auch im Verwaltungsrecht und in der mangelnden Unterteilung zwischen Privatrecht und öffentlichem Recht. Die Bedeutung von administrative law ist begrenzter als bei uns. In der juristischen Literatur sieht man darin auch ein reines Verfahrensrecht. In der Hauptsache geht es um Fragen über Zulässigkeit und Umfang beim zuständigen amtlichen Wirken in der Exekutive, um Fragen über die Befugnisse der Verwaltungsbehörden (agencies) und um die gerichtliche Kontrolle dabei. Und für die gerichtliche Kontrolle gibt es nur den Rechtsweg bei den ordentlichen Gerichten, weil sich keine speziellen Verwaltungsgerichte entwickelt haben. Im Jahre 1946 entstand das erste minimale Bundesrahmengesetz für Verwaltungsverfahren (Administrative Procedure Act) mit rechtsstaatlichen Mindestbestimmungen. Die Zuständigkeit Verwaltungsbehörde besteht meist in Verordnungsgebung (rulemaking) und Einzelfallentscheidung (adjudication). Die Öffentlichkeit soll bei jeder Behörde beteiligt sein in der Zugänglichkeit bei den Beschlüssen, bei den Stellungnahmen, bei den Regelungen, bei den Akten und bei den Verfahren. Dafür gibt es „administrative law judges“; sie gehören zur Verwaltung, sind aber die unabhängige, weisungsfreie Seite der Behörde. Die Tätigkeiten der Verwaltung können durch Gerichte überprüft werden. Nach 60 Tagen sind die Entscheidungen der Verwaltung rechtskräftig, es sei denn die Betroffenen legen Rechtsmittel ein. Wegen guter Erfahrungen mit der Verwaltung folgen die Gerichte oft der Rechtsauffassung von Behörden. Gerichtsorganisation und ZivilprozessIm US-amerikanische Rechts gibt es zwei Prozessarten: Zivilprozess und Strafprozess. Damit verzichtet man auf spezialisierte Gerichte. Das Zivilprozessrecht ist die Basis für den Rechstreit allgemein - außer dem Strafprozess. Der Zivilprozess besteht aus der Hauptverhandlung und der wichtigen Vorhauptverhandlungsphase, die so bedeutsam ist, dass auf diesem Weg nur etwa 10% der Zivilklagen weitergehen bis zur Hauptverhandlung.
Es ist in etwa wie ein Wettkampf der Prozessparteien (durch die Anwälte)
beim US- amerikanischen Zivilprozess. Die zivilprozessrechtlichen Vorgänge werden von
US-amerikanischen Juristen vor den materiellrechtlichen Erwägungen bedacht.
QuellenFür bundesgerichtliche Verfahren stammen die Bestimmungen für das Zivilprozessrecht aus dem Judical Code. Bei einzelstaatlichen Gerichten gilt im Prozessrecht einzelstaatliches Recht. Für viele Fragen gibt es kodifiziertes einzelstaatliches Zivilprozessrecht.Die sachliche Zuständigkeit der Bundesgerichte
(subject matter juristiction)
je nach Streitart wird von der Bundesverfassung bestimmt