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WOHER KOMMT UNSER RECHT?

Historische Rechtsschule im19. Jahrhundert: Friedrich Carl Savigny.
Codex Hammurapi (König H. 1728 v. Chr -1686). –
Zwölftafelgesetz (451/450 v. Chr.): Erste Kodifikation des Römischen Rechts.
Römisches Recht: Recht des Römischen Imperiums, schließlich Kodifizierung als
Corpus Juris Civilis unter Kaiser Justinian (530 -555).
Rezeption des Römischen Rechts in der Lehre, in der Praxis und in der Gesetzgebung durch das Mittelalter bis in die Neuzeit; in Deutschland Auswirkung bis zum BGB (1.1.1900)

BASISWISSEN VOM RECHT
Was gehört zum Recht? Fünfzig Rechtsgebiete (oder mehr!) mit der Fachsprache dazu? Lernbarrieren? „Mut zur Lücke“? Zunächst gibt es zwei große Rechtsbereiche: Öffentliches Recht und Privates Recht; dazu kommt der große moderne Rechtsbereich: Wirtschaftsrecht.
WIE ENTSTEHT UNSER RECHT IModerne Staaten haben überwiegend eine geschriebene Rechtsordnung. Von den Rechtsquellen ergibt sich, wie das Recht entsteht, welche Art von Recht entsteht. Gesetze sind die wichtigste Rechtsquelle, dazu dem Rang nach: die Rechtsverordnungen und danach die Satzungen. - Das Verfassungsgesetz hat den höchsten Rang (zwei Drittel Mehrheit des Bundesrates und des Bundestages für Änderungen erforderlich). Die meisten Gesetze sind einfache Gesetze (mit einfacher Mehrheit entstanden). - Eigentlich ist das gesamte Recht materielles Recht mit Ausnahme des formellen Rechts, des Verfahrensrechts. – Nicht in einem parlamentarischen Verfahren (Legislative: Gesetze!) entstehen Rechtsverordnungen, sondern durch die Verwaltung, die Regierung (Exekutive). Nur innerbehördliche Richtlinien sind Verwaltungsvorschriften.
Ungeschriebenes Recht: (bei uns)
Naturrecht (mehr Rechtsphilosophie und allgemeine Staatslehre!) und
Gewohnheitsrecht (weniger bedeutsam wegen der vorwiegend geschriebenen Rechtsordnung).

WIE ENTSTEHT UNSER RECHT II (Fortsetzung)
Satzungen: Juristische Personen des öffentlichen Rechts sind z.B. Gemeinden, Universitäten, Berufsverbände (Handwerkskammer, Ärztekammer), die Bundesbank u. Rundfunkanstalten. Satzungen der juristischen Personen des öffentlichen Rechts: Regelung von Angelegenheiten dieser Organisationen; innere Ordnung; die Verwirklichung ihrer Aufgaben. Autonomie oder Satzungsgewalt hierfür: Satzungsautonomie der Gemeinden im Grundgesetz Art. 28 Abs. 2 GG
Für Rechtsverordnungen und Satzungen ist gesetzliche Ermächtigung erforderlich (Rechtsverordnung: „dekonzentrierte Rechtssetzung“; Satzung: „dezentralisierte Rechtssetzung“).
Sonderverordnung als Rechtsquelle gibt es für: Schule, Universität, öffentliche Anstalten, öffentlicher Dienst, Wehrdienst.