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Sind das die Europäer - die drei großen Zweige der indoeuropäischen Sprachfamilie: Slawen, Germanen, Romanen? Wahrscheinlich werden die jetzigen Völker Europas meist in diese Zweige der indoeuropäischen Sprachfamilie eingeordnet. Ein einzelner eigener Zweig in der indoeuropäischen Sprachfamilie ist Griechisch; ein ganz anderer, auch einzelner Zweig ist Albanisch; dazu gibt es noch einige eigene Sprachzweige, die uns weniger bekannt sind: Keltische Sprachen (Bretonisch, Irisch-Gälisch, Schottisch-Gälisch) u.a. Auch nichtindoeuropäsche Sprachen gehören zu den Sprachen Europas - wie Baskisch, Ungarisch, Finnisch, Estnisch, Karelisch, Lappisch, sowie kaukasische Sprachen und andere. Bei der Vielfalt von Sprachen in Europa sind uns nicht einmal dem Namen nach alle bekannt. Ungefähr achtzig Sprachen werden bei den Völkern Europas gesprochen. Davon gehören zur indoeuropäischen Sprachfamilie in Europa etwa fünfzig Sprachen. Fast allgemein bezeichnet man die drei großen indoeuropäischen Sprachzweige als 1. germanische Sprachen, 2. romanische Sprachen, 3. slawische Sprachen. Von den jetzigen germanischen Sprachen sind die Namen meist bekannt. Bei den anderen beiden Sprachzweigen ist uns mancher Name nicht so geläufig. Romanische Sprachen: Aromunisch, Französisch, Friaulisch, Galizisch, Italienisch, Katalanisch, Korsisch, Ladinisch, Moldauisch, Okzitanisch, Portugiesisch, Rätoromanisch, Rumänisch, Sardisch, Spanisch (Kastilisch). Slawische Sprachen: Bosnisch, Bulgarisch, Kaschubisch, Kroatisch, Makedonisch, Sorbisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Slowenisch, Slowakisch, Tschechisch, Ukrainisch, Weißrussisch.
Zum geistigen Reichtum der Internationalität Europas gehört auch die Sprachvielfalt. Obwohl Griechisch ein eigener Zweig in der der indoeuropäischen Sprachfamilie ist, hat Griechisch für uns immer noch die Bedeutung wie eine Muttersprache des geistigen Reichtums in Europa. Griechische Philosophen, griechische Denker aus der Antike sind auch heute immer noch hilfreich beim Lernen. Europäische Kultur wird immer noch bereichert von antikem griechischem Denken und von der griechischen Sprache. In geschichtlichen Darstellungen war das Griechische vor zweitausend Jahren etwa wie eine Weltsprache im Mittelmeerraum und dabei auch die erste Weltsprache in der Ausbreitung des Christentums. Die Verbindung von humanem Geist im Christentum mit dem humanen geistigen Reichtum im griechischen Denken wurde zum Inhalt der Kultur Europas, zur Quelle für den geistigen und humanen Reichtum Europas. Daraus entstand eine humane Richtung von Europa für Menschen, Länder und Kontinente.
Slawen, Germanen, Romanen und auch andere gehören zu einer großen Sprachfamilie, gehören zusammen. Vor zweitausend Jahren gab es einen guten humanen Start im Mittelmeerraum vom Himmel her und auch durch geistreiche Menschen. Was zunächst im Kleinen begann, wurde zur menschenfreundlichen Möglichkeit für alle Völker. Es war auch nach dem Start noch ein langer, schwerer Weg für die Völker mit viel sozialer und geistiger Armut, mit vielen Plagen, mit viel Leiden und Sterben bis wir im zwanzigsten Jahrhundert als Slawen, Germanen, Romanen - Europäer wurden im Frieden und in der Freiheit Europas. Schon Jahrhunderte oder Jahrtausende sind wir eine Sprachfamilie. Jetzt leben wir im Frieden, in der Freiheit und im Wohlstand der europäischen Völkerfamilie. Vielleicht sind wir deshalb schon so lange eine Sprachfamilie, damit wir nach den Leiden in der Weltgeschichte schließlich doch zu den Freuden der menschenfreundlichen Völkerfamilie kommen. Mehr zu sein als Slawen, Germanen oder Romanen, diese Chance gibt es schon lange für uns. Jetzt sind wir endlich mehr: Europäer! Wir alle können noch mehr werden: Europa ist ein Anfang für alle. Wie für uns Europäer, wie bei uns in Europa so kann es für alle werden.