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Griechen gehören zu den Anfängen Europas. Dieses europäische Volk gab es schon im Altertum und es blieb erhalten und historisch wirksam durch das Mittelalter bis in die Gegenwart. „Graeci“ (deutsch = Griechen) hießen die Römer sie schon im Altertum. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. nannten sie sich selbst Hellenen. Die heutigen Griechen in Griechenland sind die Nachkommen der alten Hellenen. Aber es gab Einflüsse durch Einwanderungen - von Slawen im 6.Jahrhundert und von Albanern im 14. Jahrhundert. Diese Einwanderungen haben die griechische Sprache nicht beeinflusst. In der indoeuropäischen Sprachfamilie ist Griechisch ein eigener Zweig.
Aus der Zeit um 1200 v. Chr. gibt es in mykenischem Griechisch die ersten schriftlichen Zeugnisse. Das Achäische, Äolische, Dorische, Ionische und Attische waren die Dialekte de Altgriechischen. Attisch, die Sprache Athens, ist sei 430 v. Chr. die allgemeine Literatursprache. Seit dem 4. Jahrhundert entwickelte sich daraus die Gemeinsprache „Koine“ („die Allgemeine“). Aus der Gemeinsprache „Koine“ wurden das neuere Griechisch, die Sprache des NT und die Verkehrssprache im Vorderen Orient. Durch neuere Literatur gestaltete sich das frühere Griechisch seit dem 18. Jahrhundert zum Neugriechischen. Es blieb aber mit dem früheren Griechisch (Koine) noch viel Überseinstimmung.
Die älteste von den europäischen Schriftarten ist die griechische Schrift (seit 800 v. Chr.) mit 24 Buchstabenzeichen. Die Vokalzeichen sind die griechische Neuerung. Nach eigener Vorstellung und in eigener Durchführung ergänzten die Griechen das konsonantische Alphabet der Phönizier mit Vokalzeichen durch Umgestaltung semitischer Konsonatenzeichen in Vokalzeichen. Zuerst war die Schrift linksläufig. Aber rechtsläufig wurde das griechische Schreiben schon seit dem 5. Jahrhundert v. Chr.
So entwickelte sich da Volk der Hellenen: Ionier und Achäer (Äoler) gab es in Altgriechenland um 1800 v. Chr. Die Kultur von Mykene breitete seit 1800 v Chr. aus, verbunden mit der minoischen Kultur von Kreta. Um 1200 v. Chr. kamen durch die Dorische Wanderung als dritter Hauptstamm die Dorer dazu. Dies waren Vorfahren der Spartaner (Lakedämonier). Ionier besiedelten Attika.
Zu den ägäischen Inseln und zu den Küsten Kleinasiens gelangten Griechen um 1100 v. Chr. (Beginn der Eisenzeit). Die griechische Schrift wurde durch Händler und Siedler im Mittelmeerraum verbreitet. Höhepunkte der Besiedlung (Kolonisation) waren um 550 v. Chr.: Erschließung der Küsten Unteritaliens, Siziliens, Ausdehnung bis Spanien und im Osten bis zur Krim, die Küste des Schwarzen Meeres, die nordafrikanische Küste. Das war mehr humane Geschichte als bei militärischen Eroberungen; Händler und Siedler verwirklichten diese friedliche Ausbreitung.
Die griechische Polis (Stadtstaat oder bäuerlicher Gemeindestaat) hat sich damals entwickelt: Im klassischen Griechenland soll das der bevorzugte staatliche Zusammenschluss gewesen sein. Losere Verbindungen als Stammesstaaten gab es mehr in der Einwanderungszeit. Dabei erlangten einige Stämme Vorherrschaft: Makedonier, Thessalier, Arkadier. - Aus einer Ackerbausiedlung um eine Burg (später Akropolis) oder durch eine Zusammenfassung von Dörfern wurde eine Polis. Dabei ging es auch um einen lokalen Mittelpunkt zur Verwirklichung der politischen und kulturellen Gemeinschaft. Das wurde in wechselnden politischen Strukturen verwirklicht: Demokratie, Oligarchie. Die Polis hatte eine zentrale Bedeutung für die Wahrung der Autonomie. Demagogie und anarchische Zustände bewirkten Zerfall bei der Polis. Das begünstigte die Makedonen, leichter die Polis zu überwinden.