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Sanskrit: eine Schatzkammer der Sprachvergleichung: 1786 erkannte William Jones in Kalkutta, dass die alte heilige Sprache der Inder, das Sanskrit mit dem Griechischen und dem Lateinischen verwandt sei auch in der Grammatik. Das führte er auf eine frühere Verwandtschaft zurück. 1814 kam der Deutsche Franz Bopp (23 Jahre alt) bei der Bearbeitung einer indischen Handschrift in Paris zu dem gleichen Ergebnis: Es gibt eine Sprachverwandtschaft zwischen Indisch, Griechisch, Lateinisch, Germanisch.

Weitere Erfolge in der Sprachvergleichung:
Die Funktion des Wortes in einem Satz kann Veränderungen am Wort gestalten oder das Wort bleibt in jeder Funktion unverändert (wie im Chinesischen: stärkere Bedeutung der Wortstellung und der Hilfswörter). -

Sprachvergleichende Folgerungen:
1. Sprachen ohne grammatische Struktur („isolierendeSprachen, keine Formenbildung),
2. Sprachen, die mit Bildungssilben wirken („agglutierende“, anleimende Sprachen)
3. Sprachen mit Flexion („flektierende“, wandelnde Sprachen, Konjugation, Deklination).

Sprachfamilien sind verwandte Sprachen: Verwandtschaft in vergangenen Entwicklungen, in der Form, in der Gleichheit oder Ähnlichkeit und in der Bedeutung der Wörter. Indoeuropäisch ist die meist verbreitete Sprachfamilie: Europa und die ehemaligen Kolonien, Amerika bis Neuseeland: das ist die indoreuropäische Sprachfamilie (mit nur wenigen anderen Sprachen in diesen Weltteilen). Die Bedeutung von „indoeuropäisch“: Trifft es zu, dass die Indoeuropäer berittene Krieger aus dem Osten waren, die sich in ganz Europa ausbreiteten? Nach einer anderen Theorie kamen die Indoeuropäer vor 10 000 Jahren aus Mittleren Osten nach Europa – als Bauern, nicht als Krieger Diese Theorie wird bezweifelt; dagegen wird gesagt, nicht die Indoeuropäer hätten den Ackerbau zu dieser Zeit eingeführt, weil sie erst um 3500 v. Chr. angekommen seien. Die Erfolge der Indogermanen waren wahrscheinlich auch möglich durch die Zähmung des Pferdes. - „Arier“ (später für „Indogermanen“) gibt es als Eindringlinge nur in der indischen Geschichte. Eigentlich war das Wort „Arier“ (ara = die Edlen) ein Eigenlob, also anscheinend kein Namen. - Indoeuropäisch: Das ist eine Schriftüberlieferung von 4000 Jahren, eine reiche kulturelle Entwicklung, das ist eine Sprachfamilie mit einer beachtlichen Entwicklung.