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Etwa 3000 Sprachen sollen noch bleiben von bisher 6000. Wer kennt alle Namen dieser Sprachen, aller Sprachfamilien? Unsere nächsten Verwandten in den Sprachfamilien mit dem Namen zu kennen und dazu etwas von fernen Verwandten in der Sprache zu erfahren, das kann ein interessantes Bildungserlebnis sein

Indogermanisch oder Indoeuropäisch: Die europäischen Sprachen gehören zu dieser Großfamilie. Die romanische, slawische und germanische Sprachfamilien sind indoeuropäische Unterfamilien. Das wurde nicht von Menschen erfunden und nicht von Menschen organisiert, es ist so entstanden mit einer intellektuell organisierten Struktur. Diese Sprachentwicklung ereignete sich wie gelenkt über Jahrhunderte. Wir Menschen können mit unserer Lebenszeit und mit unseren mangelnden Fähigkeiten dafür nichts über Jahrhunderte lenken. Von der indoeuropäischen Sprachfamilie sind bei uns Namen der Unterfamilien und Namen der Sprachen durch allgemeines Lernen bekannt.

Zunächst sind die Namen von drei Unterfamilien bekannt:
1. Die romanische (italisch) Sprachfamilie: Mit Latein, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Provenzalisch, Rumänisch, Rätoromanisch.
2. Die slawische Sprachfamilie: Mit Slawisch, Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch Bulgarisch, Serbisch, Kroatisch, Slowenisch; Balto-Slawisch.
3. Germanische Sprachfamilie: Englisch, Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Norwegisch, Isländisch.
Weniger bekannt:
4. Keltische Sprachfamilie: Schottisch, Irisch, Walisisch, Bretonisch. Neben diesen Unterfamilien gehören in Europa zur indoeuropäischen Sprachfamilie: Griechisch und die davon sehr verschiedene Sprache Albanisch.

In Europa gehören nicht zur indogermanischen Sprachfamilie: Finnisch, Lappisch, Estnisch und Ungarisch (uralische Sprachen), Türkisch (altaische Sprache) und Baskisch (einsam!).

Von den Sprachfamilien anderer Kontinente: Indo-Iranisch. - In Südostasien gibt es vier Sprachfamilien: Tibetisch-Birmanisch, Tai-Kadai, Mon-Khmer und Hmong-Mien. Davon sind viele Tonsprachen. Manches ist überhaupt anders als in unseren Sprachen: Oft haben Wörter nur eine Silbe. Bei der Aussprache ist die Tonlage wichtig für die Bedeutung einer Silbe. Von der Struktur des Chinesischen: Eine Eigenschaft des Chinesischen (sprachwissenschaftlich: isol. Sprachstruktur): grammatikalische Abwandlungen kommen nicht von Endungen, sondern von unabhängigen Wörtern. Die Grammatik wird gestaltet mit Partikeln. Die Bedeutung der Wörter wird im Chinesischen von der der Tonhöhe bestimmt.