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EUROPA GESTERN UND HEUTE: Gestern - das war in Europa oft die alte Geschichte des Gegeneinanders in der Menschenwelt. Politik in Europa war, wie in der übrigen Welt, immer wieder Krieg: Bis ins 20. Jahrhundert gehörte Krieg zur Politik, Krieg wird immer noch legitimiert durch Politik. In Europa hat sich das geändert. Nach den zwei europäischen Weltkriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, begann und entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Frieden Europas. Die Grenzen in Europa waren früher wiederholt Fronten der Feindschaft. Zwischen Frankreich und Deutschland gab es wiederholt Kriege (von 1870 bis 1945 drei Kriege). Jetzt gibt es zwischen Frankreich und Deutschland schon lange kaum noch eine Grenze, keine Bewaffnung gegeneinander und keinen Krieg mehr.


1950 begann das heutige Europa des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes:
1951 entstand die erste wirksame politische und ökonomische Gemeinschaft zwischen Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und den Niederladen:
EGKS - Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl.
Dazu gehörte die übernationale „Hohe Behörde“, zuständig für Entscheidungen über die Kohle- und Stahlindustrie in diesen Ländern. 1957 entstand durch die Gründungsmitglieder mit den Römischen Verträgen die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Ziel: die Beseitigung von Handelshemmnissen und Bildung eines „Gemeinsamen Marktes“ bei den Mitgliedsstaaten. 1967 wurden die Organe der Europäischen Gemeinschaften vereinigt in eine gemeinsame Kommission und einen gemeinsamen Ministerrat sowie das Europäische Parlament (seit 1979 für fünf Jahre direkt gewählt).


1992 wurde Europa als
Europäische Union (EU) durch den Vertag von Maastricht
mit mehr staatlicher Kompetenz weiterentwickelt:

Mehr Reisefreiheit, Abschaffung der Pass- und Zollkontrollen an den meisten EU-Binnengrenzen. In zwölf der damals fünfzehn Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde am 1. Januar 2002 die einheitliche Währung des „Euro“ eingeführt. – Es gibt fortlaufende und wachsende Beitrittswellen zur jetzigen EU. .
Im Bemühen um die rechtsstaatlichen Entwicklung Europas entstanden kompetente und wirksame Gerichte Europas: 1. Europäischer Gerichtshof Eu.GH): Sitz in Luxemburg, Judikative der EU; 2.Europäisches Gericht erster Instanz (EuGI): ein eigenständiges europäisches Gericht beim Europäischen Gerichtshof (seit 1989 zur Entlastung des Europäischen Gerichthofes), Sitz in Luxemburg. 3. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg: Einrichtung des Europarates.
EUROPARAT: Sitz in Straßburg, 1950 Unterzeichnung einer Konvention zum Schutz der Menschenrechte und der Grundfreiheiten. Zum Europarat gehören zwei Organe: Ministerkomitee und Beratende Versammlung; Fahne von 1953: blau mit Sternenkreis. (Ursprung: „Straßburger Versammlung“, Pan-Europa-Idee, Europabewegung; Bemühen um ein Europäisches Parlament durch allgemeine Wahlen; Zehn-Mächte-Abkommen 1949).