Textversion

Suchen nach:

In China gibt es einen ältesten Schriftfund. Es sind Bildzeichen bestehend aus geraden Linien, in Metall und Muscheln geschnitten. Entwicklung: Die Chinesen benutzten später Tinte und Pinsel und schrieben auf Seiden. Die geraden Linien wurden durch die Pinsel zu Kurven. Von solchen Anfängen bis zum griechischen und römischen Alphabet verging eine lange Zeit.
Verschiedene Entwicklungen der Schrift in verschiedenen Kulturkreisen:
I. europäischer Kulturkreis (Lautalphabet); II. Ostasien mit China und Japan;
III. der indische Kulturkreis; IV. der semitische Raum (arabische und hebräische Schrift)
„Der Schriftgebrauch stand in keiner alten Zivilisation im Dienst einer Verbesserung des Informationsflusses oder einer Anhebung des Bildungsstandes bei breiten Bevölkerungsschichten. In allen archaischen Zivilisationen hatte der Schriftgebrauch elitäre Züge, denn die Schrift wurde von Spezialisten für spezielle Zwecke verwendet.“( Harald Haarmann, Geschichte der Schrift, S.17 ).
Donauzivilisation: „Die Zivilisation, die sich im Verlauf des 6. Jahrtausends v. Chr. in Südosteuropa herausbildete, wurde von einer Gemeinschaft getragen, in der der soziale Status der Männer wie der Frauen nicht hierarchisch, sondern egalitär organisiert war“ (Harald Haarmann, s.o., ebenda). Keine soziale Elite war tonangebend. Diese Gesellschaft hatte, was zu einer Hochkultur gehört: eine Schrift. „Die Verwendung der Schrift setzte dort um 5500 v. Chr. ein“ (Harald Haarmann, ebenda S.20), Tontafeln von Tartaria in Transsylvanien (Rumänien) ca. 5300 v. Chr. „…der Schriftgebrauch in Alteuropa aufs engste mit dem religiösen Leben assoziiert…“ (Harald Haarmann, ebenda S.20) …. „warum ging also <das Licht der Zivilisation> zuerst im Westen auf (<ex occidente lux>)?“ (Harald Haarmann, ebenda S.18, gemeint ist Alteuropa, Südosteuropa. Langfristiger Trend in der Kulturentwicklung der Donauzivilisation im minoischen Kreta bis zur griechischen Klassik?
Die Schrift wurde durch das Alphabet zu einer Bildungsmöglichkeit für alle. Um die Jahre 1000 v. Chr. begann dies bei den Phöniziern. Das Alphabet kam durch die Phönizier zu den Griechen. Damals hatte das Alphabet 22 Buchstaben, aber nur Konsonanten. Von den Griechen wurden fünf Vokale hinzugefügt. Auf der ganzen Welt gibt es jetzt sieben Alphabete. Mit der genialen Grundidee eines Alphabets besteht eine Schrift für alle sprachlichen Mitteilungen aus einer begrenzten Anzahl von Buchstaben (z.B. 22+5); Buchstabe = Laut. Das lateinische Alphabet stammt aus dem Griechischen. Kyrillisch entstammt auch dem Griechischen. Jetzt ist es eine slawische Schrift als russisches, ukrainisches, serbisches und bulgarisches Alphabet.
Lernbarrieren entstehen durch zu schwieriges Lernen. Bei einfacherem Lernen gibt es mehr Lernerfolge und mehr Lernfreude.

Alphabet macht das Lernen,
macht das Lesen und das Schreiben für alle möglich
,
macht Lernerfolge und Lernfreude für alle möglich.