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Gelehrte Philosophie ist meist mit dem Namen eines Philosophen verbunden. Philosophie entstand in den Anfängen als Philosophie für alle. Jetzt ist traditionelle Philosophie meist Fachphilosophie. Beim allgemeinen Lernen ist Philosophie eher eine geglückte als eine allgemeine Chance, manchmal ist es eine überraschende Ausnahme. Das Wort Philosophie wurde inzwischen eine interessante Mode. So kann man es immer wieder erleben: Jemand berichtet etwas von einer Firma oder von einem Sportverein, von einer Planung oder von einem Unternehmen mit dieser Formulierung: „Unsere Philosophie dabei ist …. (Wirtschafts-Jargon, Unternehmensphilosophie – für Strategie, Gesamtkonzept). Gründliches Denken im antiken Griechenland wirkte weiter und blieb bis in unsere Zeit Inhalt von Philosophie. Nach und nach kommt auch die asiatische Denktradition (östliche Philosophie) dazu.

Kann man mit Philosophie dies und jenes besser verstehen? Gibt es Philosophie, die man schwer versteht oder die man kaum versteht? Warum muss man das lernen? Schwer verständliche Pflicht-Philosophie lernen zu müssen, bewirkt vermutlich weiterhin mehr Abneigung als Interesse an der Philosophie. Das ist schade, denn Philosophie kann unser Leben geistig bereichern von frühen Lebensjahren bis ins hohe Alter. - Bei den Ursprüngen der Philosophie geht es meist um uns alle. „Philosophie für alle“: das waren die Anfänge der Philosophie schon in ferner Vergangenheit. Und Philosophie begann durch die Jahrhunderte immer wieder als „Philosophie für alle“. Auch diese kurze Lernhilfe soll zur „Philosophie für alle“ ermutigen.

So könnte bei jedem von uns Philosophie beginnen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehören wir? Wohin gehen wir? Kommt die ganze große Wirklichkeit von ganz großer Intelligenz, von ganz großem Können? Ist der Grund für die Entstehung und für den Weiterbestand der intelligenten großen Wirklichkeit die große Intelligenz und das große Können Gottes, des Himmels? Gott und der Himmel als die ganz andere, ganz große Dimension? Sinn im Leben, Sinn in der Natur, Sinn im Weltall, Sinn des Ganzen, der ganze große Sinn? Menschlicher Geist? Wissen? Lernen? Sprache? Entwicklung? Egozentrischer Naturzustand? Miteinander? Gegeneinader? Lebensfreude? Dies und noch mehr könnte doch immer wieder ein Anfang der „Philosophie für alle“ sein.
Platon (427 -347 v. Chr.), ein Schüler des Sokrates (469 – 399) ist vermutlich der Urheber des Wortes „philosophia“ („philos“ = Freund und „sophia“ = Weisheit, etwa auch „Wissen“); philosophia = „Liebe zur Weisheit“. Platon und Sokrates waren die ersten Philosophen, die sich so nannten. Sie bemühten sich um Denken und Wissen statt nur Mythologie und mythische Ordnung. Sokrates setzte sein Leben dafür ein: Er wurde wegen seiner Lehre als „Verderber der Jugend“ hingerichtet. In der Geschichte der Philosophie blieb das kritische Nachdenken über Mythologisierung erhalten.

Staunen veranlasst die Menschen zum Philosophieren“. Von Platon und Aristoteles (384 – 322 v. Chr.), Schüler Platons, haben wir diese wertvolle und bleibende Erkenntnis über das Philosophieren. Der erste Philosoph, von dem wir philosophische Schriften haben, ist Platon. Auch die Verwirklichung des „rechten Lebens“ (Stoa, Epikureismus) war Philosophie in der griechischen Antike. Es ging also nicht nur um Theorie: Ein von philosophischen Erkenntnissen bestimmtes Leben zu führen, sich zu bilden, um Mensch sein, das ist Philosophie für alle.(Stoa von Zenon um 300 v. Chr. gegründet; Epikureismus - Epikur 341 – 271 v. Chr.; mehr hierzu bei Forts. Philosophie II).