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Die Philosophie der Akademie in der griechischen Antike gibt es jetzt für uns überwiegend als akademische Philosophie. In der antiken griechischen Philosophie gab es lange nachwirkende Anfänge einer Philosophie für alle, eines ursprünglichen Strebens nach Wissen, eines Strebens nach dem „rechten Leben“ (Lebensweise). Stoa (um 300 v. Chr.), eine von Zenon gegründete Philosophenschule, war ein Bemühen im Denken über die Welt und die Weltvernunft, die Natur (Physik) und über das Denken selbst (Logik). Hauptsächlich ging es um die Ethik, um das menschlichen Handeln und Verhalten. Daraus ergab sich ein Suchen nach Einklang mit der Weltvernunft, nach Freiheit, nach Überwindung von Begierden, nach einfachem Leben, nach Seelenruhe („stoische Ruhe“). Das war schon ein hoffnungsvoller Fortschritt im Denken: ein Weltstaat mit einheitlichem Recht, der natürliche Staat sollte von der Weltvernunft her bestimmt sein.

Manches musste vertieft werden, wo es um die Lebensfreude ging wie bei Epikur (341 – 271 v. Chr.), einem Hauptvertreter des Eudaimonismus (Lehre vom persönlichen Glück, Überwindung der Todesangst!). Es war ein Anfang des Nachdenkens, wie es für die Mehrheit der Menschen in den Leiden und Ängsten dieser Welt Lebensfreude geben kann. Dabei muss weitergedacht werden, dass wir bei der Jagd nach dem Glück (Hedonismus) nicht durch Scheinfreuden in Enttäuschungen und Leiden geraten.
Die Vorsokratiker (etwa 650 - 500 v. Chr.) gehören zu den Anfänge der Philosophie im antiken Griechenland und in unserer Kultur. Es sind die Philosophen von Milet Thales und Anaximander, die Pythagoräer (Pythagoras ca. 580 – 500 v. Chr.); Pythagoräer auch als aristokratisch-exklusive Sekte; die Eleaten: Xenophanes und Parmenides, die Atomisten: Leukipp und Demokrit. Inhalt und Richtung der vorsokratischen Philosophie: ein Grundprinzip durch alles hindurch; die Ursubstanz der Welt und der Dinge.

Die klassische Periode in der griechischen Antike von etwa 480 - 320 v. Chr. in der Kunst (Akropolis!); in der Dichtung (Äschylus, Sophokles, Euripides); in der Philosophie: Sokrates, Platon, Aristoteles. - Sokrates (469 – 399 v. Chr.): Sittliches, gutes Handeln kann durch Lehre bezeugt werden. Das Gewissen zeigt dann den guten, den richtigen, den sittlichen Weg. Seine Dialektik (Dialog!): Dialogpartner sollen durch Rede und Gegenrede (mäeutische Methode = Geburtshelferkunst) selbst zur richtigen Einsicht kommen. Platon und Xenophon (Schüler!) haben seine Philosophie überliefert. Von ihm haben wir keine Schriften. - Platon (427 -347 v. Chr.): Seine Philosophie ist bis heute bekannt als Ideenlehre. Platon kam zu dieser Erkenntnis: Es gibt die sinnlich wahrnehmbaren, veränderlichen und vergänglichen Einzeldinge und die nicht wahrnehmbaren, ewigen und unveränderlichen Ideen. Das höchste Sein bilden die Ideen Die Einzeldinge sind nur Teilhabe an den Ideen (methexis). Die Ideen sind über den Einzeldingen. Sicheres Wissen ist über die Ideen möglich. Bei den Einzeldingen gibt es nur eine bloße Meinung (doxa). Durch das dialogische Fragen und Gegenfragen kommen wir zur Erkenntnis der Ideen. Die Ideen werden in der Schau (anamnesis) erkannt. Die höchste Idee ist Gott; die höchste Idee ist das Gute. Die Vorstellung von einem gerechten Staat kommt von der Idee des Guten: der Philosophenkönig! Platons Dialoge: Politheia (Staat) darin Höhlengleichnis, Phaidros (Ideenlehre), Apologie (Verteidigung des Sokrates) u.a.