Textversion

Suchen nach:

Wie es weitergeht bei Problemen, die beim Zählen, beim Messen, beim Rechnen oder beim geometrischen Zeichnen entstehen, das wird mit Mathematik entschieden. Die Muster für gleichartige Probleme kann man lernen und anwenden. Dadurch ist die Problemlösung vorgegeben, um sie nicht immer wieder neu erfinden zu müssen. Mit den so entwickelten mathematischen Grundsätzen, Themen und Begriffen ergab sich ein mathematischer Wortschatz oder eine mathematische Basis-Sprache.

Zahlen, Mengen, Größen, Figuren: Das kann man für alle verständlich erklären: Mehrere Teile (Elemente), die als ein Ganzes zusammengefasst werden und somit zusammengehören, das ist eine Menge. Zum Zählen und Ordnen gebraucht man Begriffe, die man mathematisch natürliche Zahlen nennt. Eigentlich sind natürliche Zahlen der Anfang von Mathematik. Dezimalsystem (lateinisch: decimus = der Zehnte) bedeutet: Es werden zehn Zeichen für die Zahlen benutzt von 1 bis 10. Bei nur zwei Zeichen, 1 und 0, spricht man vom Dualsystem (lateinisch: duo = zwei): 1=1, 2 =10 (eins Null), 3=11(eins eins), 4=100, usw.: für Schaltungen, Programmiersprachen, elektronische Datenverarbeitung. Die alten Römer haben uns die römischen Zahlen hinterlassen: rechts oder links nebeneinander geschrieben der Größe nach: XI = 10+1 = 11; IX = 10-1 = 9. Rechenzeichen gehören zur notwendigen Grundlage der Mathematik, gehören zur mathematischen Basis-Sprache, damit das Rechnen einfacher und übersichtlicher wird. Der jetzige Stand bei den Rechenzeichen ist ein Ergebnis von Mathematik-Geschichte in 500 Jahren: + - x (oder .) : (Rechenzeichen für Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division) und die jetzige Bezeichnung für Wurzel und Potenz. – Einfache mathematisch Bezeichnung von Größen: 37 kg, mit der Maßzahl (37) und mit der Maßeinheit (kg). In vielen Größenbereichen ist solche einfache Darstellung möglich: Größenbereich Geld: 1 € = 100 Cent; Größenbereich Länge: 1 km = 1 000 m; Größenbereich Gewicht (Masse): 1 t (Tonne) = 1 000 kg usw. – Figuren als Linien, Flächen oder Körper sind Themen der Geometrie (und Topologie). Damit bestätigt sich wieder, dass es in der Mathematik um die wiederkehrenden Muster geht.

Eine allgemeine Basis von Mustern bildet den Inhalt aller Gebiete der Mathematik. So entstand immer mehr Mathematik, dass man immer mehr wiederkehrende Muster fand. Die Basis-Muster verstehen und einprägen, das ist Lernerfolg in Mathematik. Wäre es zutreffend statt Muster auch Skizzen zu sagen? Die größere, komplexere Wirklichkeit wird doch bei Mengen, Zahlen, Größen, Figuren und Formeln als Skizze dargestellt: Das sind Striche und Punkte, Schlaufen und Rundungen. Alle Muster, alle Skizzen der Mathematik von der je größeren Wirklichkeit entstehen so einfach. Soll uns das helfen, die damit skizzierte größere, komplizierte Wirklichkeit besser, leichter zu verstehen? - Formeln in Büchern würden die Verkaufschancen mindern, so heißt es. Könnten Formeln in der bescheidenen Einschätzung als Mustern, als Skizzen der größeren Wirklichkeit ein positiveres Interesse finden, positiver ankommen? Ist beim Lernen Mathematik zu sehr in Abstraktionen isoliert? Können die intelligenten Muster in der Mathematik zum Erlebnis werden, um die überall größere Wirklichkeit besser zu verstehen?
Mathematik ist ein intelligentes Fundament in vielen Bereichen der modernen Entwicklung. In Technik und Ausstattungen ist dabei viel Interessantes entstanden; das könnte doch auch beim mathematischen Lernen für alle interessant bleiben oder interessant werden.