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Alchemie: Das war die Chemie des Altertums und des Mittelalters.
Wortgeschichte: „alchimia“ (lateinisch) kommt vom arabischen „al-kimiya“ (etwa „Stein der Weisen“); das arabische Wort stammt vermutlich vom griechischen „chemeia“; Bedeutung: „Beschäftigung mit der Metallumwandlung“. Es wurden lange Zeit viel vergebliche Anstrengungen gemacht, unedle Metalle (Blei!) in Gold zu verwandeln (den Stein der Weisen zu finden), und ein Elixier (Heiltrank, Zaubertrank) zu finden für unbegrenzte Verlängerung des Lebens. In der Alchemie soll der Stein der Weisen alle Krankheiten heilen und Metalle in Gold verwandeln.
Durch vernunftgemäßes Denken und durch Erfahrungen aus den Experimenten der Alchemie begann und entstand einiges von der heutigen Chemie im 17. und 18. Jahrhundert. Den Weg in der Entwicklung der Chemie bereiteten: Robert Boyle, Berzelius, Gay-Lussac, Proust, Lavoisier, Justus von Liebig.

Von der alten „Elementenlehre“ nahm Robert Boyle (1627-1691) kritischen Abstand mit der Erkenntnis, dass Erde, Wasser, Feuer und Luft keine elementaren Bausteine der Natur sind. Ein chemisches Element ist ein Reinstoff, den man mit chemischen Mitteln nicht weiter zerlegen kann, so definierte es Robert Boyle. Die vielen damals schon bekannten Elemente wurden 1867 von dem russischen Chemiker Mendeljew (1834-1907) geordnet. 115 Elemente sind jetzt bekannt, in der Natur gibt es 92 davon.

Chemie - die Wissenschaft von den Stoffen und den Stoffumsetzungen: Darum geht jetzt in der Chemie mit diesen Fachgebieten: anorganische Chemie, organische Chemie, physikalische Chemie, Biochemie.
Analyse: Reinstoffe werden aus Gemischen getrennt, um sie zu identifizieren (Zerlegung – dann Untersuchung der Zusammensetzung).

Synthese: Stoffe werden zielbstimmt hergestellt. - Retrosynthese: Der Vorgang einer Synthese vom Zielergebnis rückwärts zu den anfänglichen einfachen Stoffen.
Reaktion: Eine stoffliche Umwandlung als chemischer Vorgang. Energieumsatz, meist als Wärme, ist ein Ergebnis dabei. In der chemischen Thermodynamik geht es um solche Energieänderungen und Wärmeänderungen.
Säure: Eine alte Erfahrung bei uns Menschen ist saurer Geschmack (Essig, Zitronensaft, saure Milch). Schon sehr lange wird Essig als Konservierungsstoff von Lebensmitteln benutzt. Der englische Chemiker Robert Boyle (17. Jahrhundert) erklärte, was „sauer“ oder ein Säure ist so: Säuren können Marmor lösen und blaue Pflanzenfarbstoffe rot färben. Mit Lackmus, ein bläulicher Farbstoff aus Flechten, geschieht dies: in Säure wird blauer Lackmus rot. Die Färbung rot am Lackmus ist ein Zeichen von Säuregehalt. (Messgröße für Säuregehalt und Säurestärke: pH-Wert). Nahrungsmittel enthalten schwache Säuren. Es kann gefährlich sein, mit Säuren umzugehen. Für starke Säuren sollte dies eine allgemeine Warnung sein: sie können Wunden verursachen, Löcher in Kleidern bewirken und Metalle auflösen.

Säuren und Basen (oder Laugen): zwei Gruppen von Chemikalien oder auch gegensätzliche Chemikalien. Laugen: für die Herstellung von Seifen und vielerlei anderer Produkte. Bei der Vermischung von Säure und Lauge ist das Ergebnis eine neue Chemikalie mit dem chemischen Namen Salz.
Dies sind starke Säuren: Schwefelsäure, Salzsäure und Salpetersäure (Verwendung auch zur Herstellung von Düngemitteln, Farben und Sprengstoff).