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Gehört zum Englischen zuerst eine Einführung mit einer keltischen Vorgeschichte? Dafür gibt es keine sprachgeschichtlichen Gründe. Das Keltische ist zum Englischen mehr eine geographische Vorgeschichte. Der sprachgeschichtliche Zusammenhang des Keltischen zum Englischen ist ein sehr ferner: Die keltischen Sprachen gehören als eigener Zweig zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Nicht nur in England und Irland gab es Kelten, sondern (seit 700 v. Chr.) auch in Westeuropa und in Mitteleuropa.

Die Invasion in England durch Julius Caesar (55 v. Chr.) und dann später die Einnahme der Insel durch Claudius (43 n. Chr.) sind auch Anfänge englischer Geschichte: Die Römer schufen bei ihrer Eroberung ein neue Provinz mit dem Namen BRITANIA nach dem keltischen Stamm der Briten, der dort ansässig war. In Britania konnten die Römer schwer einnehmbare Teile des Landes nicht erobern; sie wurden zu Gebieten für das sprachliche Überleben des Keltischen. So blieb einiges keltisch bis heute, neben dem Englischen. Das Lateinische der römischen Besatzungsmacht kam bei der Mehrheit der Inselbewohner nicht an. Sprachgeschichtlich ereignete sich dies: Seit Cäsar gab es in Britannien immer wieder Fremdherrschaft und damit auch die Auseinadersetzung mit fremden Sprachen.

Erst durch die Herrschaft der Angelsachsen seit 450 n. Chr. kamen mehr lateinischen Lehnwörter vom Festland her, die dort schon sprachlich eingegliedert waren. Beim Altenglischen kam dazu noch der Einfluss des Kirchenlateins mit Beginn der Christianisierung im 6.Jahrhundert.

Die Eroberung des Landes durch die französischen Normannen mit Wilhelm dem Eroberer (1066) wurde zur französischen Sprachinvasion. Neue lateinische Begriffe kamen in den englischen Wortschatz seit dem 18. Jahrhundert durch Renaissance, Entwicklung von Technik und Wissenschaft. - Ist das Englische eine germanische Sprache? So wird es doch oft dargestellt. Fast 60% der englischen Wörter stammen aus romanischem Ursprung. Auch heute gehört das Englische immer noch zum westlichen Zweig der germanischen Sprachen, zusammen mit Deutsch und Niederländisch. Dass der Wortschatz zum großen Teil germanisch war, das gab es im Altenglischen. Der Ursprung war germanisch, dann kamen lateinische und französische Fremdwörter dazu. Schließlich gab es beim Wortschatz einen Anteil bis zur Hälfte aus dem Lateinischen und dem Französischen.

Auch das sind Hauptereignisse in der Geschichte der englischen Sprache: Um das Jahr 449 wurde England erobert von den germanischen Stämmen der Jüten, Angeln und Sachsen. Von den Angeln (lat. Angli) kommt der der Name „Englisch, England“. „England“ wurde von „Englisch“ (Angli) abgeleitet. Durch die Jüten, die Angeln und Sachsen entwickelten sich in England sieben Königreiche (Northumbria, Marcia, East Anglia, Kent, Essex, Sussex und Wessex): die angelsächsische Heptarchie. Die Dialekte dazu waren: Anglisch, Sächsisch und Jütisch mit Unterdialekten. Diese Dialekte bildeten die altenglische Sprache.

Die Jahre 449 – 1066 sind die Zeit des Altenglischen Bei der Grammatik im Altenglischen gibt es mehr Ähnlichkeit mit der deutschen Grammatik. Im Altenglischen blieben Spuren vom Keltischen nur bei Ortsnamen und geographischen Bezeichnungen (z.B. Themse). Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert gab es auch einen beachtlichen sprachlichen Einfluss der Wikinger, beginnend 793 mit der Invasion der Skandinavier. Als sie zu friedlichen Siedlern wurden, vermischten sie sich mit der englischen Bevölkerung. Die germanische Sprachverwandtschaft hat dabei die Verständigung begünstigt und die Übernahme im Wortschatz erleichtert.