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Mittelenglisch ist das sprachliche Ergebnis vom Einfluss der französischen Sprache. Mit der Eroberung durch die französischen Normannen unter der Führung von Wilhelm dem Eroberer (Norman Conquest, 1066) begann in England der starke Einfluss der französischen Sprache. In der Zeit von 1066 bis etwa 1500 kam es im Englischen zu der Sprachstufe „Mittelenglisch“. Damals wurde England zweisprachig: Franzosen verdrängten den englischen Adel, dadurch wurde Französisch die Sprache der höheren Gesellschaft. Auf das Englische schaute die höhere Gesellschaft herab; es galt als unkultiviert. Englisch ließ man in höheren Kreisen gelten als Kommunikationssprache mit der ungebildeten Schicht. Das Verhalten und der Stil des höfischen Lebens in Frankreich war damals fast eine internationale Mode in der höheren Gesellschaft. Von den anfangs etwa 900 Wörtern, die um 1250 aus dem Französischen ins Englische übernommen waren, kamen schon im Mittelalter etwa 10 000 französische Wörter in den englischen Wortschatz. Eine neue Aufwertung des Englischen bewirkten wirtschaftliche Vorgänge im 13, Jahrhundert: Die englische Mittelschicht war wirtschaftlich so erfolgreich, dass dies den französisch sprechenden englischen Adel auch von Frankreich aus benachteiligte. So begann in England eine neue Hinwendung zum Englischen auch in den Schulen, bei Gericht und bei den Schriftstellern. Mit diesem neuen Patriotismus kam es sogar zur Feindschaft gegen das Französische. Führte das in der Folge dann zum Hundertjährigern Krieg zwischen England und Frankreich (1339 – 1453)?

Frühneuenglisch (Early Modern English) von (etwa 1500 – 1800): Bis zu dieser Zeit gab es einen überwiegenden Einfluss der lateinischen Sprache beim Lehren und Lernen: Auch der englische Wortschatz wurde so mit lateinischen Begriffen bereichert. Durch den Buchdruck und die Alphabetisierung wurde die Kommunikation und das Wissen vermehrt. Das führte zur Standartsprache. Manche sehen die Ursache für die Abweichung zwischen Laut und Symbol in den fremden Einflüssen. Daraus entstand eine Richtung zur Vereinheitlichung. Erkannte man damals das Alphabet als ist eine große Chance für das Lernen, für Lesen und Schreiben? Alphabet ist eine große Bildungschance, wenn es dies bleibt: für jeden Laut einen Buchstaben, mit den notwendige Ergänzungen und Zeichen. Bei so viel englischer Intelligenz ist doch eine lernfreundliche Orthographie-Reform möglich? Anscheinend ist eine erfolgreiche Orthographie-Reform ist nicht gelungen. In England scheiterten auch die Bemühungen zur Schaffung einer Institution wie die Academie Francaise, eine Institution für die Entwicklung der Sprache.

Modernes Englisch: Schon als Sprachgeschichte ist Englisch international. In der neueren Zeit wurde das moderne Englisch mehr und mehr die am weitesten verbreitete Weltsprache. Die meistgesprochene Muttersprache ist Hochchinesisch. Englisch ist Muttersprache, Landessprache, Amtssprache, meistgesprochene Sprache: in USA, Vereinigtes Königreich, Australien, Kanada, Südafrika, Indien, Pakistan und in vielen weiteren Ländern; dazu gibt es 350 Millionen bis 1 Milliarde Zweitsprachler in Englisch. Es war eine fortwährende internationale Entwicklung vom Altenglischen bis zum modernen Englisch.
Warum werden viele Wörter jetzt anders gesprochen als geschrieben? So wird mit Bedauern immer wieder gefragt. Dadurch entsteht manche Lernschwierigkeit für viele Menschen und Völker, die sich in Englisch verständigen. Kann das zu komplizierte Lesen und Schreiben im Englischen, so einfach alphabetisch werden, dass man mit dem Lernen des Alphabets auch englisch lesen kann? Würde dadurch Englisch noch mehr zur internationalen Sprachbrücke werden für viele Kinder, für viele Junge, für viele Alte, für viele Menschen und Völker?