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Was steht in den Büchern von der Weltgeschichte über diese kleine, große Geschichte: Ein Mächtiger und Oberrichter in einem Weltreich spricht sein Urteil: Der Angeklagte ist unschuldig, er wird gekreuzigt. Im qualvollen Leiden und Sterben am Kreuz betet er für die Verursacher seines Leidens und Sterbens: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Für viele gehört das bis heute zu dem großen und schönen Glauben vom Himmel zur Erde, von der Erde zum Himmel, zum Glauben von der ganzen großen Wirklichkeit. Manche meinen, das ist nur eine Geschichte in der Literatur. Dazu darf man doch ergänzen: Dann doch aber eine große Geschichte, ein Licht hinein in die Finsternisse der Weltgeschichte. Bei dieser Geschichte ist ja die Weltgeschichte beteiligt: Die Kreuzigung geschah durch das Urteil des Mächtigen eines Weltreiches. Das war vor zweitausend Jahren. Haben wir in zweitausend Jahren für die Weltgeschichte und für die einzelne Lebensgeschichte mehr darüber gelernt, wie das geht, dass Menschen nicht wissen, was sie tun - in der Weltgeschichte und in der Einzelgeschichte?

Hoffentlich wurde das nicht weithin überhört, was und wie das der Gekreuzigte damals sagte. In der Weltgeschichte sieht es danach aus, dass man es oft überhört hat, dass man es nicht gehört hat. Die Weltgeschichte entzog sich in den Finsternissen des weltweiten Massenmordens der Kriege, der Eroberung und der Unterdrückung – entzog sich oft dem Licht des Friedens der Vergebung und der Versöhnung, dem Licht vom Kreuz, dem Licht, das der Gekreuzigte uns vom Himmel brachte. Aber das ist doch Glauben! Ja, das ist der Glauben, den wir für den Frieden mit uns selbst brauchen, der Glauben für den Frieden der Vergebung und der Versöhnung. Den Glauben für den Frieden der Vergebung und der Versöhnung brauchen wir, damit wir uns selbst kennen lernen, auch in unserem Nichtwissen. Das brauchen alle, auch die Mächtigen und die Gelehrten, die Großen und die Kleinen, damit sie sich selbst kennen lernen, auch in ihrem Nichtwissen.

Den Glauben für den Frieden der Vergebung und Versöhnung
brauchen alle Religionen,
damit durch alle Religionen
die Finsternis des Hasses und des Mordens überwunden wird
im Frieden der Versöhnung und Vergebung.

Wir Menschen sind von allen Lebewesen am reichsten begabt mit Intelligenz und Können. Und zur Verwirklichung unserer Begabung mit Intelligenz und Können sind wir auch mit unserem Willen begabt. Ohne humane Bildung sind wir mehr von Verwilderung bedroht als alle anderen Lebewesen auf der Erde, gerade mit unserer Intelligenz, mit unserem Können und besonders mit unserem Willen.
. „Unser Wille geschehe, mein Wille geschehe“! Und das mit egozentrischer Intelligenz, mit egozentrischen Können ohne humane Bildung: Daraus entstand viel Unheil in der Weltgeschichte, in Lebensgeschichten. Und wie geht es weiter? Ohne humane Bildung wie bisher in finsterer Selbstbehauptung, mit viel Unglück, mit viel Leiden und Sterben, auch als Weltgeschichte und auch als Weltbürgerkrieg. Jetzt sind wir mit unserer Weltgeschichte beim beginnenden, sich ausbreitenden Weltbürgerkrieg angekommen.
Es gibt für uns immer noch eine Zukunft mit der Hilfe des Himmels. Viele glauben, dass diese Zukunft damals vor zweitausend Jahren begonnen hat. Nach menschlichem Ermessen kann es für uns eine Zukunft geben im friedlichen Miteinander aller. Durch humaner Bildung können wir lernen zu wissen, was wir tun:
MIT HUMANEM WISSEN HUMANES TUN.