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Für die Menschen könnte es mehr Lebensfreude geben. In der vielen Armut bei uns Menschen ist die Armut an Lebensfreude sehr verbreitet. Bis jetzt wurde als Armut bei den Menschen überwiegend die soziale Armut betrachtet. Als historische Ursache für die soziale Verarmung erkannte man oft Unterdrückung und Ausbeutung. Jedenfalls waren Generationen und Völker in der Geschichte der Menschen so arm, dass auf der reichen und schönen Erde und von den wunderbaren menschlichen Leben für viele nur wenig Lebensfreude blieb. In der verbreiteten Armut der Vergangenheit können wir leider für die vielen Opfer nichts mehr tun. Um den Menschen in der jetzigen Armut zu helfen, geschieht vieles.
Die Armut an geistigem Leben ist die meist verbreitete Armut. Wurde das überhaupt als Thema bekannt und anerkannt? Es gibt umfangreiche, anspruchsvolle Studien über Bildungsmängel vor allem bei den Jüngeren. Irgendwann werden die Jüngeren hoffentlich mal fragen: „Wie ist es mit der geistigen Armut bei den Erwachsenen und bei den Älteren, auch in den höheren Kreisen, bei Akademikern, in der Politik, in der Religion?“ Überrascht diese Frage? Soll es deshalb diese Frage nie geben? – „Lebensfreude durch geistiges Leben für alle“: Das ist die Überwindung der geistigen Verarmung. Aber kann das verwirklicht werden? Durch unser Lernen entwickelt sich bei uns die Fähigkeit für geistiges Leben. Und wie ist das, wenn wir Unsinn lernen, Überflüssiges lernen, Hass und Feindschaft lernen, Chaos lernen? Davon gibt es doch genug in der Menschenwelt, im Menschenleben. Das kommt ins menschliche Leben nicht weil es uns angeboren wäre, sondern weil es schon vor uns da ist und weil wir es ungewollt lernen. Es ist uns nicht angeboren, aber wir werden da hineingeboren. Die geistige Verarmung ist eine verbreitete Bedrohung der Menschen in unserer Geschichte und in unserer Welt. Und wie kommen wir da heraus, wie werden wir davon befreit?
Geistiges Leben können wir lernen. Beim Lernen sollte es a u c h darum gehen, dass wir geistiges Leben lernen. Vielleicht ist es sogar zutreffend zu sagen: Beim Lernen sollten wir vor allem geistiges Leben lernen. Das menschliche Leben ist anders als das der übrigen Lebewesen auf der Erde - vor allem durch das geistige Leben. In der Geschichte der Menschen gibt es viele Leiden, viele Plagen und Mühen und zu wenig Freude. Unsere Heimat ist die reiche und schöne Erde, auf der es Schönes und Gutes für alle geben kann. Wir Menschen haben allgemein eine reiche geistige Begabung: Damit sind für uns geistig viele Türen offen rund um die Erde, in die Wunder des Lebens, in die Wunder der Natur und zu ganz großen Wundern des Weltalls. Durch Lernen können wir immer wieder und ein Leben lang zur Freude des Staunens beim geistigen Reichtum dieser Wunder kommen. Solches Lernen ist für alle möglich, solche Lebensfreude durch Lernen sollte und müsste es für alle geben.
Und wo gibt es dieses Lernen? In unserer Lernfähigkeit durch die allgemeine geistige Begabung: Wir haben eine große Lernfähigkeit für die Wunder des Lebens, für die Wunder der Liebe, für die Wunder der Erde, für die Wunder der Natur, für die Wunder des Weltalls. Lerninhalte sind doch Spuren all dieser Wunder. Und wenn die Lerninhalte Spuren dieser Wunder bleiben, dann wird unser Lebensinhalt immer wieder und immer mehr bereichert von den Lerninhalten mit Spuren der Wunder.
Lerninhalte von den Wundern des Lebens, von den Wundern der Liebe, von den Wundern der Natur, von den Wundern der Erde, von den Wunder des Weltalls bereiten immer wieder Freude. Ein gläubiger Mensch bekennt dazu diesen Dank: Mit so vielen Wundern und so großen Wundern
bereitet uns der Himmel viel Lebensfreude.