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Gibt es den schönen und großen Glauben, der zur Lebensfreude für alle werden kann? Ja, der Glauben, in dem wir zum großen Gott und zum Himmel gehören. Oder muss man es so bekennen: der Glaube an den großen Gott und an den Himmel. So geschieht es auch. Beim Sprechen vom Glauben wird manches so gesagt, als ob unsere Anerkennung Gottes und des Himmels darüber entscheidet, ob es Gott gibt, ob es den Himmel gibt. Über Glauben wird auch von Religiösen so gesprochen, wie wenn Gott es besonders beachten und anerkennen müsste, dass wir seine Anhänger sind. Manche praktizieren diese Einstellung sogar politisch oder feindlich gegen andere, weil man andere wegen Verschiedenheit im Glauben oder wegen angeblichem Mangel im Glauben für Ungläubige erklärt.
Wie kann man mit einem Namen für den großen Gott der Milliarden riesigen Welten in finsterem Eifer über andere Menschenkinder Gottes hinterhältig mit Mord und Zerstörung herfallen, wenn die Opfer sogar Kinder, Frauen, Alte, mühsam arbeitende, rechtschaffene Männer sind? Dieser hinterhältige Kampf ereignet sich kaum an militärischen Fronten, sondern meist mitten in der Ahnungslosigkeit der Menschen im friedlichen Alltag. Und das wird noch unmenschlicher mit dem religiösen Anspruch und mit der totalen Hemmungslosigkeit ohne Erbarmen. Es gibt schreckliche Grausamkeiten in unserer Geschichte mit vielen unschuldigen Opfern. Ein bisher fast unvorstellbarer, erbarmungsloser, hasserfüllter Kampf gegen uns Menschen kam gegen Ende des 20. Jahrhunderts auf. Wie verkraften wir den religiösen Anspruch in diesem menschenfeindlichen Kampf mit unserem Glauben an den großen Gott als guter Vater aller Menschenkinder, mit unserem Glauben an den menschenfreundlichen Himmel für alle?
Die reiche allgemeine Begabung bei uns Menschen und die reiche und schöne Erde als Heimat für alle Menschen und so viel wunderbares Leben - das ist ein überzeugender Grund für einen Glauben als Quelle von Lebensfreude für alle. Religion mit finsterem, feindlichem Eifer gegen Verschiedenheiten bei anderen kommt gewiss nicht von dem geistigen Reichtum, den wir Menschen vom Himmel empfangen haben: Wir Menschen können viel Gutes und Schönes lernen und viel Gutes und Schönes vollbringen, auch mit dem Glauben. Böses sollten wir überhaupt nicht lernen und nicht vollbringen, erst recht nicht mit Religion. In jeder Religion sollte es wirksame Hilfen geben, Böses zu meiden und Gutes zu vollbringen. Für das Böse gibt es in humaner Lebenseinstellung kein Privileg, kein Vorrecht für keine Macht, für keinen Mächtigen, für keine politische oder religiöse Ideologie. Durch die Weltgeschichte wurden Menschen und Völker geschunden, gequält, geplagt und vernichtet; Länder der reichen und schönen Erde wurden in höllischen Stürmen verbrannt und verwüstet.
Das war nicht nur in den zwei Weltkriegen des 20. Jahrhunderts so, das geht durch die langen Jahrhunderte und Jahrtausende der Weltgeschichte hindurch bis hinein ins 21. Jahrhundert. Zu Beginn dieses neuen Jahrhunderts gibt es die Hoffnung, dass sich ein neuer Anfang für die Menschen, für die Völker in der Weltgeschichte weiterentwickelt. Aus gläubiger Sicht kommt die reiche und schöne Erde, die Begabung bei uns Menschen für den humanen, den geistigen Reichtum von der großen Intelligenz und von dem großen Können des Himmels. In diesem humanen Glauben gibt es Reichtum an humaner Lebensfreude für alle.

Diesen humanen Glauben kann es in allen Religionen geben,
diesen humanen Glauben sollte man allen Menschen gönnen.