Textversion

Suchen nach:

Kann es auch ein Chaos der Liebe geben? Jedenfalls erleben Menschen viel Chaos mit dem, was vorher Liebe sein sollte. Eigentlich müsste Liebe bei uns Menschen schön und gut gelingen, weil alle Menschen sich nach Liebe sehnen und Liebe brauchen. Die Angebote in Liebe sind so verbreitet, dass man anscheinend nur zugreifen muss. Bei diesen vielfältigen Angeboten sogar in der Unterhaltung und im Verhalten von Menschen könnte man vermuten, dass es genug Liebe für alle gibt: Oder vielleicht doch nur mehr in einem begrenzten Alter, bei gefälligem Aussehen oder mehr als Vergnügen? Wenn das überwiegt oder dominiert, wie viel bleibt dann von der humanen Kultur der Liebe auf der Strecke? Bei dieser Frage bedeutet „human“ doch auch: Wie viele Menschen bleiben dabei auf der Strecke, wie viele Menschen kommen dabei zu kurz?
Ein Scheitern in der Liebe, so wie das anscheinend immer mehr Menschen erleben, verursacht Enttäuschung, Traurigkeit, Leid und weitere Nöte. Wenn so viele Menschen im Beruf scheitern würden wie in der Liebe, könnte man vermuten, dass dies von der mangelhaften Berufsausbildung kommt. Gibt es bei der Liebe auch einen Zusammenhang mit dem Lernen? Schon seit Jahrzehnten bemüht man sich um eine Antwort zu dieser Frage durch „Aufklärung“. In der Geistesgeschichte wurde Aufklärung zum kulturellen Fortschritt. Aber in der Liebe gibt es trotz Aufklärung anscheinend noch mehr Probleme und Nöte mit der Liebe. Liegt das vielleicht daran, dass wir auch für die Liebe oder gerade für die Liebe humane Bildung brauchen? Müssten wir jetzt dringend zu der Erkenntnis kommen und das Bekenntnis wagen: Ein Hauptinhalt der humanen Bildung ist die humane Liebe.
Warum hört man bei der Liebe so selten etwas von humaner Liebe? Ohne humane Bildung gibt es viel Chaos bei uns Menschen. Ohne humane Bildung verarmen wir in der Liebe, weil wir durch humane Bildung den Reichtum der humanen Liebe lernen. - Liebe lernen, humane Liebe lernen ist mehr als manche Aufklärung. Kultur der Liebe das ist ein Hauptbereich menschlicher Kultur. Das ist keine Luxus-Kultur, Kultur der Liebe brauchen wir alle in der Verliebtheit, in der Ehe, in der Familie, in der Freundschaft, in allem menschlichen Miteinander. Kultur ohne humane Liebe ist wie ein Beiwerk neben unserem Leben. Es kann wie Reichtum aussehen, aber es schmücken sich damit kulturell nur einige, wenige und viele andere bleiben dabei arm.
Der wahre Reichtum einer menschenfreundlichen Kultur ist die Kultur der humanen Liebe. In der humanen Liebe werden Menschen wirklich Freunde und bleiben Freunde. So ist doch die humane Liebe auch, so ist doch die Kultur der Liebe auch: Gerne und treu zusammengehören und zusammenhalten, dazu auch Liebe des Erbarmens, auch Liebe der Vergebung und Versöhnung. Diese Kultur der Liebe brauchen wir in der Jugend, in der Ehe, in der Familie, als Freunde, als Nachbarn, als Volk, als Menschen. Kultur der Liebe das ist die Kultur für uns Menschen, ohne diese Kultur wird vieles bei uns unheimlich und manches auch unmenschlich.
Diese Kultur kostet keine Millionen oder Milliarden. Und lernen können Menschen diese Kultur immer und überall. Vor zweitausend Jahren wurde uns die Kultur der Liebe vom Himmel gebracht. Mit der Kreuzigung sollte durch Weltmacht die Kultur der Liebe verhindert werden. Seit damals kommt die Kultur der Liebe bei uns immer wieder an, weil die humane Liebe himmlische Liebe ist, die bei uns immer wieder aufersteht. Schon zweitausend Jahre gibt es für uns und bei uns dieses Bekenntnis und dieses Erlebnis:

„Die Liebe hört nie auf“.