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Wieso Millionen Jahre? Die Forschung über die Geschichte der Menschen auf der Erde geht in die Richtung von Millionen Jahren. Manche Forschungsergebnisse begnügen sich mit Anfängen unserer Vergangenheit von 500 000 – 5500 als Altsteinzeit und Mittelsteinzeit. Die Altsteinzeit beginnt in mancher Forschung vor 2,5 Millionen Jahren. Wie kann man das erforschen? Von sich und ihrer Welt haben Menschen in der Vergangenheit erst vor wenigen vergangenen Jahrtausenden geschrieben. Forschungen über die vielen Jahrtausende unserer Vergangenheit sind möglich durch Ausgrabungen und das Nachdenken darüber. Es ist interessant, wie viel und welches Wissen wir jetzt dazu lernen können.

Namen wie Adam und Eva von den Anfängen der Menschen kennen wir von der Bibel. In der Urgeschichte oder Frühgeschichte oder Vorgeschichte gibt es nur Namen durch die Forschung für ganze Gruppen. So in der Altsteinzeit: Australopithecus, Homo habilis, Homo erectus, Homo sapiens, Neandertaler. Anscheinend gab es schon zum Ende der Steinzeit hin die drei Menschengruppen, die heute noch leben: Negriden, Europiden, Mongoliden. In den Lebensräumen von früher bestehen diese Gruppen immer noch. Beachtlich ist, dass man zu Europiden die Indogermanen und die Semiten zählt. Semiten lebten auf der Arabischen Halbinsel und im Vorderen Orient. Die Indogermanen nennt man jetzt vorwiegend Indoeuropäer. Kommen sie aus Gegenden des heutigen Russland? Über ihre Herkunft gibt es in der Forschung auch andere Deutungen. Interessant ist, dass man die Gemeinsamkeit bei den Indoeuropäern mehr von der Sprache her darstellt, dabei handelt es sich nicht um eine gemeinsame Ursprache. Es sind mehr Übergänge und Übernahmen bei den indoeuropäichen Sprachen. Die Mongoloiden lebten schon in der Frühgeschichte in ihrer jetzigen Heimat in Ostasien und Zentralasien (Japaner, Chinesen, Mongolen, Koreaner). In der Forschung weiß man, dass etwa 21 000 v. Chr. die Mongoliden über die Landbrücke der Behringstraße nach Amerika gelangten. Daraus wurden die Indianer, die sich nach und nach in Nord- und Südamerika ausbreiteten.

Von der Mittelsteinzeit (10 000 bis 8000 v. Chr.) und von der Jungsteinzeit (5000-2000 v. Chr.) ergibt sich aus der Forschung mehr und mehr die Entwicklung von Jägern und Sammlern zu Siedlern mit Ackerbau, Viehzucht, Fischerei. So etwas wie erste Technik waren der Feuerstein und Waffen. Die Zähmung des Pferdes in der Jungsteinzeit hat manche weitere Entwicklung in der Wirtschaft, in der Mobilität und im Verkehr begünstigt.

Anscheinend gibt es einen schriftlosen Kulturablauf der Menschen von etwa 2 Millionen Jahren. Dazu entwickelte sich eine Vorgeschichte mit den Zeitabschnitten Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Jetzt meint man, dass sei zu schematisch und veraltet und müsste sozialgeschichtlich ergänzt werden. Werkzeuge allein hätten nicht den Hauptanteil in der geschichtlichen Entwicklung. Aber Werkzeuge bewirken und bestimmen sehr viel in unserer Geschichte wie z. B. die Maschine in der modernen Zeit. Deshalb kann die Betrachtung der Vorgeschichte als Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit eine hilfreiche Orientierung bleiben.

Die Vorgeschichte bis zur Million oder Millionen Jahren regt auch zur Besinnung an, dass wir Menschen nicht nur Gebilde von einigen Jahrzehnten sind. Wir haben eine lange Geschichte und eine noch längere Vorgeschichte. Mit unserem Glauben ist die Zukunft der Menschen größer als unser Leben von weniger als einem Jahrhundert in dieser Welt.

Die 2 Millionen Jahre oder noch mehr in unserer Vorgeschichte passen zu unserer Zukunft mit unserem Glauben: Wir gehören zur großen Wirklichkeit von Millionen und Milliarden, wie es sie im Weltall gibt, und zur großen noch größeren Wirklichkeit der ewigen Welt.